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Post-Mitarbeiter klaut Pakete - und verkauft den Inhalt bei Ebay

Offenbar hat ein Mitarbeiter der Post in Wiesbaden Päckchen geöffnet und den Inhalt über Ebay verkauft. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft, der Schaden soll sich auf rund 90.000 Euro belaufen.

  Ein Mitarbeiter der Post hat Pakete zur Weihnachtszeit geklaut.

Ein Mitarbeiter der Post hat Pakete zur Weihnachtszeit geklaut.

Wohnen Sie in Wiesbaden? Und haben Sie im vergangenen Jahr ein Paket der lieben Verwandten erwartet - das aber nie eingetroffen ist? Oder haben selbst Päckchen verschickt, die niemals angekommen sind? Dann gehören Sie vielleicht auch zu den Geprellten eines Post-Mitarbeiters aus der Filiale in der Welfenstraße in Wiesbaden.

Dort soll ein inzwischen ehemaliger Mitarbeiter Sendungen unterschlagen und geklaut haben. Ende November sei die Wohnung des Mannes und auch die Poststelle, in der er arbeitet, durchsucht worden, berichtet  der "Wiesbadener Kurier".

Polizei findet Ebay-Unterlagen

In der Wohnung fanden die Polizeibeamte vor allem Unterlagen zu zahlreichen Ebay-Verkäufen. Offenbar hatte der Mann die gestohlenen Paketinhalte bei dem Online-Auktionshaus verkauft.  Der Computer des Mannes wurde beschlagnahmt. Inzwischen hat der Beschuldigte ein Geständnis abgelegt. 

Post entschädigt geprellte Kunden

Aufgeflogen war das Treiben im März. Einem Postmitarbeiter war aufgefallen, dass auf Ebay Monatskarten der Eswe-Verkehrsgesellschaft angeboten wurden, die offenbar für Postboten oder Busfahrer bestimmt sind. Daraufhin hatte sowohl die Post wie auch Eswe Verkehr Strafanzeige gestellt. Auch die Sicherheitsmechanismen der Post hätten gegriffen, sagt ein Sprecher des Unternehmens dem "Wiesbadener Kurier". Die Post könne viel genauer als Kunden nachvollziehen, wo genau sich ein Paket befinde. 

Schaden von 90.000 Euro

Inzwischen heißt es, dass der kriminelle Post-Mitarbeiter "seit Jahren" Postsendungen unterschlagen habe, wie der "Wiesbadener Kurier" schreibt. Was genau der Mann bei Ebay verkauft hat, ist bislang unklar, berichtet die "Hessenschau". Der Schaden wird bislang auf 90.000 Euro beziffert. Die Post habe bereits einen Teil der geprellten Kunden entschädigt, so ein Postsprecher. Der Arbeitsvertrag des Mannes, der festangestellt in Teilzeit im Innendienst bei der Post gearbeitet hat, sei aufgelöst worden. 

kg
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