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Die RAG will in vier Jahren den Bergbau im Saarland komplett einstellen. Im Kohlefeld Primsmulde wird der Abbau nach dem schweren Erbeben nicht wieder aufgenommen. Das Saarland will den Betroffenen Beschäftigten mit einem "Solidarpakt Steinkohle" unter die Arme greifen.
Neuer Name, neue Strategie: Die alte RAG gibt es nicht mehr - jedenfalls nicht unter dieser Bezeichnung. Als Evonik Industries plant das Unternehmen nun für 2008 den Börsengang. Die Einnahmen sollen Ewigkeitslasten einer alten Industrie bezahlen.
Die Großaktionäre des RAG-Konzerns arbeiten an der Demontage von Vorstandschef Werner Müller. Federführend ist der Energiekonzern RWE. Er wirft dem RAG-Chef im Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf der RAG-Tochter Saar Ferngas "Pflichtverletzungen" vor.
Als "oberster Bergmann Deutschlands" löste Ex-Wirtschaftsminister Müller an seinem 57.Geburtstag den früheren hessischen Finanzminister Karl Starzacher bei der Führung des Essener Bergbau- und Chemiekonzern RAG ab.
Der Aufsichtsrat der RAG hat erwartungsgemäß den früheren Wirtschaftsminister Werner Müller zum neuen Vorstandschef des Chemie- und Bergbaukonzerns berufen.
Der Essener RAG-Konzern steht kurz vor der Übernahme des weltgrößten Spezialchemiekonzerns Degussa. Für 2,8 Milliarden Euro wollen die Essener die vom Energiekonzern Eon gehaltenen Degussa-Anteile übernehmen.
Der frühere Wirtschaftsminister Werner Müller hat während seiner Amtszeit eine Rente des Energiekonzerns EON bezogen. Der heutige Vorstandschef des RAG-Konzerns sieht darin keine Beeinträchtigung seiner Unabhängigkeit.
Fünf Jahre hat Werner Müller für dieses Ziel gekämpft: Aus der alten Ruhrkohle ist der profitable Konzern Evonik geworden - mit ihm selbst an der Spitze. Persönlich aber bleibt Müller sein großer Traum verwehrt. Ein Drama in sechs Akten.
Kinder schrien, Schornsteine stürzten ein, Lampen fielen von der Decke: Ein Grubenbeben der Stärke vier erschütterte gestern Saarlouis. Die RAG hat daraufhin den Steinkohleabbau in der Region vorerst komplett gestoppt - und mehr als 3000 Mitarbeiter freigestellt.
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