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15. Dezember 2003, 11:32 Uhr

Die Metall-Tarifrunde für 2004 startet

In der Metall- und Elektroindustrie hat am Montag die Tarifrunde 2004 begonnen. Die Tarifparteien starteten in den beiden größten Tarifgebieten Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen in die erste Verhandlungsrunde.

Wer geglaubt hatte, dass die IG Metall nach dem Krisenjahr 2003 kleinere Brötchen backt, irrt..© ddp

Die Metall- und Elektroindustrie startet heute (Montag) als erster großer Wirtschaftszweig in die Tarifrunde 2004. Die IG Metall fordert vier Prozent mehr Lohn und Gehalt für die knapp 3,5 Millionen Beschäftigten. Dies haben die Arbeitgeber angesichts von drei Jahren Stagnation abgelehnt. Sie wollen zudem keine reine Lohnrunde führen, sondern auch über eine Verlängerung der Arbeitszeit auch ohne Lohnausgleich reden, was wiederum die Gewerkschaft ablehnt.

Verhandlungen für vier Tarifgebiete

Den Auftakt bestreiten die beiden größten Tarifgebiete Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg sowie Berlin/Brandenburg, Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland und Osnabrück/Emsland - mit insgesamt gut 2 Millionen Beschäftigten. Tags darauf folgen Bayern, die Küste und Niedersachsen. Die Tarifverträge laufen Ende Dezember aus. Die Friedenspflicht endet am 28. Januar 2004. Danach darf gestreikt werden.

Erste Bewährungsprobe für neues Führungsduo

Für die neue Führung unter dem Vorsitzenden Jürgen Peters und seinem Vize Berthold Huber ist die Metall-Tarifrunde nach dem Streikdebakel um die 35-Stunden-Woche in Ostdeutschland die erste Bewährungsprobe. Sie wird dadurch kompliziert, dass 1,39 Prozentpunkte des Abschlusses für die Angleichung der Bezahlung von Arbeitern und Angestellten (ERA) abgezweigt werden müssen, damit die Tarifreform wie geplant ab 2008 in den Betrieben umgesetzt werden kann. In der vorigen Metall-Tarifrunde 2002 hatte die IG Metall Einkommenserhöhungen von 6,5 Prozent gefordert und in einem Arbeitskampf stufenweise Erhöhungen von 4,0 und 3,1 Prozent durchgesetzt.

 
 
 
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