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Rente vom Chef

Wenn es um die spätere Rente geht, dann vergessen viele Arbeitnehmer ein Angebot direkt unter ihrer Nase: die betriebliche Altersvorsorge durch den Arbeitgeber. Eine recht unbekannte, aber mögliche Variante ist die Pensionskasse.

Pensionskassen gehören zu den Stützen der betrieblichen Altersvorsorge. Angeboten wird diese Vorsorgeform von den Arbeitgebern. Wenn diese ein solches Pensionskassen-Modell für die Arbeitnehmer vorsehen, haben die Angestellten keinen Anspruch auf eine andere Form der Altersvorsorge. In der Regel werden Pensionskassen anders als die gesetzliche Rentenversicherung kapitalgedeckt aufgebaut. Die aktuelle Generation der Beitragszahler zahlt also nicht die Renten der aktuellen Rentner, sondern jeder baut mit seinen Einzahlungen einen eigenen Kapitalstock auf.

Unterschiede bei der Besteuerung

Rechtlich sind Pensionskassen selbstständige Versorgungseinrichtungen oder Lebensversicherungsunternehmen, die meistens in der Rechtsform eines Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit oder einer Aktiengesellschaft betrieben werden und damit der Versicherungsaufsicht unterliegen. Sie können von einem oder mehreren Unternehmen getragen werden. Der oder die Arbeitgeber leisten die Beiträge, aus denen später Betriebsrenten finanziert werden.

Die Höhe der Steuervorteile für diese betriebliche Rentenversicherung hängt von der Finanzierung der Beiträge ab. Ist die Pensionskasse eine echte Betriebsrente, die der Arbeitgeber voll finanziert, bekommt der Arbeitnehmer diesen Bonus steuer- und sozialversicherungsfrei. In diesem Fall muss die spätere Rente voll versteuert werden. Bei alten Verträgen, die vor dem 1. Januar 2005 abgeschlossen wurden, gibt es die Möglichkeit einer Pauschalversteuerung. Die Beiträge zur Pensionskasse können dann bis zu einem Betrag von 1752 Euro im Jahr pauschal mit 20 Prozent versteuert werden. Werden die Beiträge durch Gehaltsumwandlung aus einer Sonderzahlung wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld gezahlt, sind sie noch bis einschließlich 2008 sozialversicherungsfrei.

Auch Förderung nach Riester-Kriterien ist möglich

Bringt der Arbeitnehmer die Beiträge im Wege der Gehaltsumwandlung aus dem unversteuerten Bruttoeinkommen auf, bleiben sie bis zu vier Prozent der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung steuerfrei. 2007 sind damit 2520 Euro steuerfrei, dazu kommt ein weiterer Festbetrag von 1800 Euro im Jahr. Außerdem sind die Beiträge bis zu einer Summe von 2520 Euro auch sozialversicherungsfrei.

Ebenfalls möglich ist es, die Beiträge zur Pensionskasse aus dem versteuerten Nettoeinkommen aufzubringen: In diesem Falle besteht Anspruch auf die Förderung nach den Riester-Kriterien. Renten nach dem Riester-Modell und Renten, die aus steuerfreien Beiträgen stammen, müssen im Alter immer voll versteuert werden - nur bei der pauschal besteuerten Variante gibt es im Alter eine Ermäßigung: Die Rente wird dann mit dem Ertragsanteil besteuert, der bei einem Rentenbeginn mit 65 Jahren gerade einmal bei 18 Prozent liegt.

Welche Garantie gibt den Ausschlag?

Ob die Pensionskasse eine gute Wahl ist oder nicht, hängt vor allem von der garantierten Rente ab, die der Anbieter später einmal auf jeden Fall zahlen muss. Nach einer Untersuchung der Stiftung Warentest waren diese Garantien bei den Versicherungsvereinen sehr viel höher als bei den Aktiengesellschaften. Die wiederum locken mit hohen Überschüssen, die aus den angelegten Versicherten Geldern erwirtschaftet werden sollen.

Die Entscheidung für eine der beiden Varianten sollte deshalb vor allem davon abhängig gemacht werden, wie wichtig dem Pensionssparer die Garantie einer bestimmten Summe für das Alter ist.

Oliver Mest/DDP/DDP

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