29. Dezember 2012, 13:03 Uhr

Das ändert sich in 2013

Unisex-Tarife bei Versicherungen, neu berechnetes Elterngeld und ein verändertes GEZ-Modell: 2013 wird sich durch neue Gesetze einiges ändern. Ein Überblick.

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Das Video im Wortlaut: Viel Neues hat sich der Gesetzgeber für 2013 einfallen lassen. Und oft genug merken das die Deutschen auch im Portmonee. Mehr...

Zum Beispiel die Unisex-Tarife. Seit Ende Dezember müssen Versicherer einheitliche Tarife für Männer und Frauen anbieten. Und das trifft jeden, der eine private Police neu abschließt. So zahlen Frauen oft mehr für Unfall- und Risikolebensversicherung. Männer erwischt es bei Pflege-, Kranken- und Berufsunfähigkeitsversicherung. Der Beitragssatz zur staatlichen Pflegeversicherung steigt leicht an, dafür entfällt die ungeliebte Praxisgebühr – und zwar komplett. Auch der Beitrag zur Rentenversicherung sinkt, von 19,6 auf 18,9 Prozent. Arbeitgeber und Arbeitnehmer entlastet das um mehrere Milliarden Euro. Schöne Bescherung, auch für Autofahrer: Das Flensburger Punktesystem wird umgestellt. Bisher war der Führerschein bei 18 Punkten weg, künftig reichen acht Punkte. Die bekommt man dafür aber auch nicht mehr so schnell. Freie Fahrt für Reisebusse: Bislang durften die nur manchmal der Bahn Konkurrenz machen. Ab Januar können sie fast alle Routen bedienen – zumindest auf Langstrecken. Freuen dürfen sich auch Käufer von Elektroautos. Als Dienstwagen werden sie steuerlich begünstigt. Privatfahrten muss der Nutzer als geldwerten Vorteil versteuern. Nicht zuletzt: Der Fahrerlaubnis. Ab dem 19.1. gilt eine EU-Richtlinie, und die begrenzt die Gültigkeit neu ausgestellter Führerscheine auf 15 Jahre. Wie man sie verlängern kann: Noch unklar. Ebenso, wie viel Elterngeld es 2013 gibt, denn das wird neu berechnet. Grundlage sind die Beiträge zur Sozialversicherung, und die werden künftig pauschal angesetzt. Die Folge: Manche Eltern bekommen weniger Geld. Eins draufgesetzt wird dafür bei den umstrittenen Minijobs. Die Verdienstobergrenze wird von 400 auf 450 Euro angehoben. Auch die Bezieher von Arbeitslosengeld II bekommen mehr– wenigstens ein bisschen. Der Regelsatz für Singles steigt um acht Euro pro Monat. Und dann ist da noch die GEZ. Künftig erhebt sie Rundfunkgebühren pro Haushalt, egal wer da wohnt und wie viele Empfangsgeräte es gibt. 17,98 Euro kostet das pro Monat. Ob man will - oder nicht. Schließen

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