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20. November 2009, 16:59 Uhr

Tschüss Herr Kaiser, hallo Ergo!

Die Traditionsmarken Hamburg-Mannheimer und Victoria verschwinden vom Versicherungsmarkt. Der Mutterkonzern Ergo baut seine Marken um und will in dem Zuge auch den belasteten Namen KarstadtQuelle loswerden.

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Ergo, Hamburg-Mannheimer, Victoria, KarstadtQuelle, Versicherungen

Ergo ist mit 20 Millionen Kunden Deutschlands zweitgrößter Erstversicherer© Martin Gerten/DPA

Jahrelang stand Herr Kaiser für die Hamburg-Mannheimer, und die Victoria ist nicht zuletzt durch ihr Engagement für den Fußball-Bundesligisten Schalke 04 bekanntgeworden. Nun verschwinden beide Traditionsmarken vom Markt, wie Deutschlands zweitgrößter Erstversicherer Ergo, der allein hierzulande 20 Millionen Kunden hat, am Freitag in Düsseldorf mitteilte.

Der Düsseldorfer Konzern will nach der Umstellung in der zweiten Jahreshälfte 2010 neue Lebens- und Sachversicherungen in Deutschland unter der Marke Ergo verkaufen. Die Ergo-Marken DKV für Krankenversicherungen und D.A.S. für Rechtsschutz bleiben erhalten.

Auch KarstadtQuelle Versicherungen weg

Auch die KarstadtQuelle Versicherungen, die seit 2002 zu Ergo gehören, sollen einen neuen Namen bekommen. Als Reaktion auf die Pleiten von Karstadt und Quelle werden sie ab Anfang nächsten Jahres unter Ergo Direkt Versicherungen firmieren. Die Ergo-Gruppe hatte in den vergangenen Monaten immer wieder betonen müssen, dass die KarstadtQuelle-Versicherung trotz ihres Namens nicht von den Problemen von Karstadt und Quelle betroffen ist.

Umfangreiche organisatorische Veränderungen soll die veränderte Markenstrategie den Angaben zufolge nicht mit sich bringen. Weil die Gruppe im Innendienst bereits seit mehreren Jahren mit einheitlichen Strukturen arbeite, könne der neue Marktauftritt mit überschaubarem Aufwand umgesetzt werden. Einen Personalabbau soll es nicht geben.

Namenswechsel kostet Millionen

Auch eine Zusammenlegung der Vertriebswege sei nicht geplant, erklärte das Unternehmen. Sämtliche Vermittler sollen in Zukunft alle Ergo-Produkte anbieten. Beratung oder Ansprechpartner ändern sich für die Kunden nicht, wie Vorstandschef Torsten Oletzky erklärte.

Die Höhe der Kosten für den großen Schilderwechsel und das Bekanntmachen der neuen Marke Ergo stehe noch nicht fest. Oletzky hält aber einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag für möglich.

DPA/Reuters/AP
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