Trotz Vorerkrankung gut versichert

1. Februar 2011, 10:28 Uhr

Wer mit Vorerkrankungen einen Vertrag bei einem privaten Krankenversicherer abschließen will, muss mit Aufschlägen oder gar Ablehnung rechnen. Abhilfe kann das sogenannte Invitatio-Modell schaffen.

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Wer an Vorerkrankungen leidet, sollte das Invitatio-Modell nutzen©

Wer mit Vorerkrankungen belastet auf der Suche nach einer Berufsunfähigkeits- oder Krankenversicherung ist, muss vielfach mit Ablehnungen rechnen. Denn viele private Versicherer verweigern dann den Vertrag oder verlangen Aufschläge. Das Problem dabei: Wer einmal abgelehnt wurde, wird auch Probleme haben, bei anderen Versicherern unterzukommen. Denn die Ablehnung oder die geforderten Zuschläge müssen bei weiteren Anträgen angegeben werden. Wer dies unterlässt, macht den Vertrag anfechtbar.

Helfen kann in solchen Fällen das sogenannte Invitatio-Modell: Damit schaffen die Versicherern die Möglichkeit, Abschlüsse anzubahnen, ohne beim Beratungsgespräch bereits alle erforderlichen Pflichtunterlagen aushändigen zu müssen. Das Invitatio-Modell erlaubt es, dass der Versicherungsvermittler den Kunden berät und dieser danach bei einer oder mehreren Versicherungsgesellschaften Angebote anfordert.

Der Versicherer hat so die Möglichkeit, dem Kunden ein Angebot zu unterbreiten und mitzuteilen, in welchem Umfang und zu welchen Konditionen er bereit ist, ihn zu versichern. Die Versicherung schickt dabei einen Antrag in Form einer Police zu und händigt gleichzeitig alle notwendigen Unterlagen aus. Unterschreibt der Verbraucher die Annahmeerklärung, ist der Vertrag abgeschlossen und der gewünschte Versicherungsschutz ist gesichert.

Tipp: Mehrere Versicherer gleichzeitig anschreiben

Wer wegen Vorerkrankungen nur schwer einen Vertrag bekommt, kann das Invitatio-Modell nutzen, um eine Ablehnung auszuschließen. Damit bleibt er versicherbar. Betroffene Verbraucher fordern einfach zeitgleich bei verschiedenen Versicherern erstmalig Angebote an. Dann können sie in aller Ruhe die Konditionen vergleichen, zu denen sie versichert werden können. Da Sie bei einer gleichzeitigen Angebotsanforderung noch keine Ablehnung oder erschwerte Annahmebedingungen haben, müssen Sie die Versicherungen auch auf nichts hinweisen.

Ein Sonderfall des Invitatio-Modells ist das Vertreter-Modell. Die Antragsteller lassen dabei das Angebot und die dazugehörigen Unterlagen an die Adresse eines Maklers senden. Dieser kann dann die Annahme des Antrags im Namen seines Kunden ohne weitere Rücksprache gegenüber dem Versicherer erklären. Verbraucher können so die Vorteile einer Maklerberatung und -betreuung mit denen des Invitatio-Modells verbinden.

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