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In wenigen Schritten zur richtigen Versicherung

Welche Versicherungen sind ein Muss, welche überflüssig? Welche Policen sollten Sie neu abschließen? Hier erläutern wir, wie Sie Ihre persönliche Versicherungsinventur am besten durchführen.

Rundum versichert? Gut, wenn Sie bei Ihrem Versicherungsschutz überall ein Häkchen setzen können.

Rundum versichert? Gut, wenn Sie bei Ihrem Versicherungsschutz überall ein Häkchen setzen können.

Haben Sie die falsche Krankenversicherung? Brauchen Sie eine Rechtsschutzversicherung? Oder eine Unfallversicherung? Und was ist mit dem teuren neuen Fahrrad?

Fast alles kann versichert werden. Aber welche Policen sind wirklich sinnvoll? Überprüfen Sie deshalb regelmäßig Ihren Versicherungsschutz. Das gilt vor allem, wenn Sie einen neuen Lebensabschnitt beginnen: Mit dem Partner zusammenziehen oder heiraten, Kinder bekommen, ihren Job wechseln, ins Ausland gehen, arbeitslos werden, sich scheiden lassen, ein Haus kaufen oder in Rente gehen.

Arbeiten Sie sich dabei von den wichtigen zu den weniger wichtigen Policen vor. Denken Sie dabei an das "GAU"-Prinzip und versichern Sie immer zuerst die "Größten Anzunehmenden Unfälle", also Tod, Invalidität und Haftpflicht.

"Goldene Regeln" für den Umgang mit Versicherungen

  • Prüfen Sie stets, welches Ihrer persönlichen Risiken eine Versicherung wert ist und welches Sie auch selbst (oder auch im Familienverbund) tragen können.
  • Bedenken Sie, dass sich Ihre persönliche Absicherung aus staatlicher Grundfürsorge plus privater Vorsorge ergibt. Das (gedankliche) Zusammenrechnen hilft, Überversicherung zu vermeiden.

Wenn Sie zu dem Ergebnis kommen, dass Sie ...

  • ...überflüssige Versicherungen haben, dann kündigen Sie sie und bauen besser Ihr Vermögen auf. Experten raten vor allem von Versicherungen ab, die keine existenzgefährdenden Risiken absichern. Dazu gehören beispielsweise die Policen für Handy, Brille, Reisgepäck oder Glasbruch. Oft unnötig sind aber auch der Autobrief, die Insassenunfallversicherung (meist durch Kfz-Haftpflicht abgedeckt), das Krankenhaustagegeld, das Sterbegeld oder die Kreditversicherung.
  • ... falsch oder zu teuer versichert sind, dann holen Sie besser Vergleichsangebote ein. Bei Ihrer Suche sollten Sie die Tarife von mindestens drei Anbietern vergleichen. Dazu bieten wir Vergleichsrechner an, die Ihnen faire und ausgewogene Angebote machen. Achten Sie vor allem auf Leistung, Preis, Laufzeit und Selbstbeteiligung. Denn bedenken Sie, dass Versicherungen anders als der Sozialstaat scharf kalkulierende Konzerne sind.

Das sollten Sie beachten

  • Wenn Sie das richtige Angebot gefunden haben, seien Sie unbedingt ehrlich beim Ausfüllen des Versicherungsantrags. Denn wenn Sie Ihre persönlichen Risiken (zum Beispiel Vorerkrankungen, Lebensumstände, Essgewohnheiten) falsch oder unvollständig angeben, verlieren Sie möglicherweise ganz oder teilweise Ihren Versicherungsschutz - und zwar gerade dann, wenn Sie ihn brauchen. Die Versicherer sind bei falschen und fehlenden Angaben empfindlich und selten zimperlich Ihnen gegenüber.
  • Wann Immer möglich, sollten Sie Verträge mit Selbstbeteiligung abschließen. Da dies den Anreiz zum Versicherungsbetrug verringert, gewähren die Versicherer hierfür meist sehr günstige Tarife. Auch wenn Sie im Schadenfall dann mitzahlen müssen: Die Gesamtrechnung fällt für Sie günstiger aus (beispielsweise bei der Teil- oder Vollkaskoversicherung für Ihr Auto).
  • Versicherungsunternehmen kalkulieren Risiken und Prämien zwar statistisch, also bezogen auf die Masse. Individuell gilt für jede Police trotzdem der Grundsatz: Höheres Risiko, höherer Preis. Zahlen Sie deshalb am besten Ihre Versicherungsprämien nicht in Raten, sondern stets jährlich. Das macht Policen um bis zu zehn Prozent günstiger - beziehungsweise im Fall von Lebensversicherungen renditestärker. Einzige Einschränkung: Bei fondsgebundenen Lebensversicherungen kann eine monatliche Beitragszahlung das Wertschwankungsrisiko verringern.
  • Schließen Sie keine langfristigen Verträge ab. Mit Ausnahme der Lebens- und Berufsunfähigkeitsabsicherung geht das praktisch immer. Sinnvoller sind Ein-Jahres-Verträge. Sie haben dadurch keinen Nachteil, können aber leichter zu einem besseren Anbieter wechseln.
  • Trennen Sie (gedanklich) Risiken voneinander. Kombi-Angebote sind nur selten sinnvoll. Das Versichern einzelner Risiken ist oft günstiger.
  • Unterschreiben Sie grundsätzlich nie etwas am Tag der Beratung, überschlafen Sie Ihre Entscheidung.

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