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Gut ein Jahr nach dem Selbstmord von Adolf Merckle wird seine Firma Ratiopharm verkauft. Der weltgrößte Generikahersteller Teva aus Israel schluckt den deutschen Rivalen und zahlt dafür 3,6 Milliarden Euro.
Der Medikament-Hersteller Ratiopharm will nach Medieninformationen in wenigen Jahren eine günstigere Version des Pfizer-Potenzmittels Viagra auf den Markt bringen. Der Patentschutz für die Pillen läuft 2013 aus - und Ratiopharm wittert satte Gewinne.
Einen Tag nach dem Freitod des Milliardärs Adolf Merckle sind Teile seines Firmen-Imperiums vorerst gerettet: Die rund 30 Gläubiger-Banken stimmten einem Kredit über 400 Millionen Euro zu. Allerdings muss die Gruppe den Pharmahersteller Ratiopharm versilbern.
Pharma-Patron Adolf Merckle, einer der reichsten Männer Deutschlands, hat sich offenbar massiv an der Börse spekuliert. Laut Presseberichten hat der Unternehmer auf fallende Kurse von Volkswagen gesetzt und in den Turbulenzen der vergangenen Monate bis zu einer Milliarde Euro verloren. Jetzt steht sogar der Verkauf seiner Firma Ratiopharm zur Debatte.
Lange wurde spekuliert, jetzt ist der Deal perfekt: Der größte Pharmakonzern der Welt, das US-Unternehmen Pfizer, übernimmt die Konkurrenzfirma Wyeth. Das Geschäft hat einen Wert von umgerechnet 52 Milliarden Euro und ist damit die größte Übernahme seit dem Ausbruch der Finanzkrise.
Hunderte Menschen haben sich beim Trauergottesdienst in Blaubeuren von Adolf Merckle verabschiedet. Vom Zocker, der sich mit VW-Aktien verspekuliert hat, wollen sie nichts wissen. Sie trauern um den bodenständigen Milliardär, der mit dem Fahrrad zur Arbeit fuhr.
"Warum?" Immer wieder dieselbe Frage - auf den verschneiten Straßen Blaubeurens, in den Häusern, wo noch Weihnachtsbäume leuchten, in den Gaststätten und Kneipen, wo die Gäste verstummen, wenn die Schock-Nachricht erneut im Fernseher läuft. Der Selbstmord des Firmenpatriarchen Adolf Merckle lähmt das Albstädtchen.
Adolf Merckle hatte sich ein immenses Firmenimperium aufgebaut, mit 30 Milliarden Euro Umsatz und 100.000 Mitarbeitern. Er ist ein Vorzeigeunternehmer - bis er sich an der Börse verzockt. Das Scheitern im Blick wirft er sich vor einen Zug. Chronologie einer baden-württembergischen Tragödie.
Tragisches Ende eines Vorzeigeunternehmers: Pharma-Milliardär Adolf Merckle hat sich das Leben genommen, weil er in der Finanzkrise fast eine Milliarde verzockt hatte und so sein Imperium in Not gebracht hat. Der 74-Jährige warf sich in der Nähe seines Wohnorts im schwäbischen Blaubeuren vor einen Zug.
Der in die Klemme geratene Milliardär Adolf Merckle soll einen Überbrückungskredit über 400 Millionen Euro erhalten. Merckle hatte sich mit VW-Aktien verspekuliert. Zu seinem Finanzimperium gehören Unternehmen wie Ratiopharm oder Heidelberg-Cement.
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Adolf Merckle Andreas Köhler Angela Merkel Elli Erl Ernst Pfister Franz Josef Strauß Gerhard Schröder Günther Oettinger Hans Albrecht Horst Seehofer Karl Lauterbach Ludwig Merckle Matthias Platzeck Monika Stolz Philipp Daniel Merckle Sebastian Edathy Stefan Müller Ulla Schmidt Willy Brandt Wolfgang Tiefensee
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Die Ratiopharm GmbH, ein Unternehmen der Merckle Unternehmensgruppe, ist ein 1973 gegründetes deutsches Pharmaunternehmen mit Sitz in Ulm. Geschäftsfelder sind das international ausgerichtete Generikageschäft, die Entwicklung von Biosimilars und die Produktion sowohl für die herkömmlichen chemischen Produkte als auch für die Herstellung von biopharmazeutischen Wirkstoffen und biopharmazeutischen Endprodukten.