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Wann die Versicherung für Sturmschäden aufkommt und wann nicht

Nach der Hitzewelle wüteten in weiten Teilen Deutschlands heftige Unwetter. Schäden, die in Folge von Sturm und Gewitter auftreten, können bei der Versicherung angezeigt werden. Hier erfahren Sie, welche Versicherung der richtige Ansprechpartner ist. 

Unwetterfront zieht über das Erzgebirge

Sturmfront über dem Erzgebirge: Unwetterschäden werden meist von der Versicherung übernommen

Wenn sich die dunklen Wolken nach einem lichten, wird meist erst das volle Ausmaß der Schäden sichtbar. Ein Loch in der Haushaltskasse muss das jedoch nicht zwangsläufig nach sich ziehen: Sturmschäden sind in der Regel über die Hausrat- oder die Wohngebäudeversicherung abgesichert.

Wie der Bund der Versicherten () in Henstedt-Ulzburg bei Hamburg mitteilt, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein: Der Sturm ist die Schadensursache. Wichtig ist zudem, dass mindestens Windstärke 8 geherrscht haben muss.

Wer zahlt was?

Die Gebäudeversicherung zahlt für Schäden am Haus, wie etwa abgedeckte Dächer, zerstörte Schornsteine oder Schäden durch umgefallene Bäume. Sie zahlt auch für Folgeschäden, wenn durch das beschädigte Dach Regen eindringt. Möbel und andere bewegliche Gegenstände werden über die Hausratversicherung ersetzt.

Schäden durch heftige Niederschläge bezahlt dagegen nur eine zusätzliche Elementarschadenversicherung. Das bedeutet: Der vollgelaufene Keller mit den Folgeschäden für Haus und Hausrat ist in der Regel nicht versichert.

Viele Eigentümer unterschätzen Gefahr

Zwar haben sich nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) rund 40 Prozent der Hausbesitzer in entsprechend versichert. Trotzdem sind immer noch knapp elf Millionen der rund 17,5 Millionen Wohngebäude nicht ausreichend abgesichert. Offenbar unterschätzen viele Eigentümer die Gefahr, Opfer von Überschwemmungen oder Hochwasser zu werden.

Nach einem Schaden sollte der Versicherer unverzüglich informiert werden. Wer den Schaden schriftlich meldet, sollte dies am besten per Einschreiben-Rückschein tun, rät der BdV. Hilfreich ist es, Fotos zu machen und eine Aufstellung der beschädigten Gegenstände zu erstellen. Beschädigte Gegenstände sollten nie ohne ausdrückliche Zustimmung des Versicherers entsorgt werden.

fri/DPA

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