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Airbnb-Konkurrent zahlt Vermietern bei Vandalismus keinen Schadensersatz

Das Wohnungsportal Wimdu lässt Vermieter offenbar auf Schadenssummen sitzen. Wird die vermietete Wohnung vorsätzlich verwüstet, zahlt der Airbnb-Wettbewerber keinen Cent, zeigen Recherchen der "Zeit".

Wimdu und verwüstete Wohnungen

Der Airbnb-Konkurrent Wimdu zahlt offenbar bei mutwilliger Zerstörung der Mieter keinen Schadensersatz an die Vermieter. 

Das Wohnungsportal Wimdu lässt Vermieter offenbar auf entstandenen Schäden sitzen. Verwüsten Mieter die über das Portal angemietete Wohnung, müsste eigentlich die Versicherung greifen. Doch bei vorsätzlicher Zerstörung bekommen die Vermieter keinen Cent, berichtet die "Zeit" in der aktuellen Ausgabe.

Kein Schadensersatz bei Vorsatz

Der Airbnb-Konkurrenz Wimdu zählt zum Start-up-Imperium der Gebrüder Samwer, die Unternehmen wie am Fließband entwickeln. Das Wohnungsvermittlungsportal wirbt auf der Firmen-Homepage mit dem Versprechen, dass eine "Versicherung im Schadensfall von bis zu 500.000 Euro" einspringt, wenn die Mieter etwas kaputt gemacht haben. Für die "Zeit" hat ein Schadensexperte der Ergo Direkt Versicherung den Vermieterschutz der beiden Portale Wimdu und Airbnb geprüft. Das Ergebnis: Bei Wimdu ist nicht klar ersichtlich, wann genau die Versicherung einspringt. 

Bei Airbnb versichert, bei Wimdu nicht

Wimdu erklärt gegenüber der "Zeit", dass es sich um eine "subsidiäre Versicherung handele, die dann greife, wenn der Mieter selbst nicht haftpflichtversichert sei. Allerdings schließt diese Versicherung "Diebstahl und Vandalismus" aus. Zerbricht ein Mieter aus Versehen eine Vase, wird der Schaden von der Versicherung gedeckt. Randaliert er aber vorsätzlich in der Wohnung, hat der Vermieter Pech gehabt. Bei Airbnb sei dies anders, so der Experte zur "Zeit". Dort sei das Inventar bis zu einer Schadenssumme von 800.000 Euro versichert - und zwar auch dann, wenn der Mieter mutwillig Dinge kaputt macht.

Porno-Dreh und Drogen-Party

Die Schlagzeilen der vergangenen Wochen zeigen, dass dies zwar nicht unbedingt die Regeal ist, aber dennoch vorkommen kann. In einer Luxusvilla in der Nähe von Los Angeles hatte eine Porno-Filmcrew die Unterkunft komplett eingesaut - ohne dass die Vermieterin wusste, dass ein Sex-Film in ihrem Haus gedreht werden sollte. Auch über den Jahreswechsel fanden in einigen Wohnungen wilde Orgien und Drogenpartys statt. 

kg
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