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11. Oktober 2006, 10:21 Uhr

Gammelfleisch per Scanner erkennen

Ein Knopfdruck - mehr wird wohl bald nicht mehr nötig sein, um verdorbenes Fleisch zu identifizieren: Das Fraunhofer-Institut arbeitet an einem Gammelfleisch-Scanner. Wie frisch die Ware ist, erkennt er an der Reflektion des Lichts.

Bisher sind aufwendige Untersuchungen nötig, um Gammelfleisch zu identifizieren. Ein Scanner könnte dies vereinfachen© Winfried Rothermel/AP

Gammelfleisch soll künftig per Scanner erkannt werden. Daran arbeitet eine Expertengruppe aus fünf deutschen Forschungsinstituten unter Federführung des Fraunhofer-Instituts für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) in Berlin. Je nach Frische des Fleisches werde Licht unterschiedlich reflektiert, erläutert Volker Großer vom IZM. Mit einem Laserscanner sollen diese Unterschiede erfasst werden. "So kann jeweils der aktuelle Zustand des Fleischs gemessen werden. Unser Ziel ist es, dass dies weniger als eine Minute dauert", sagt Großer.

Intelligente Etiketten merken sich das Ergebnis

Das Messverfahren sei schon auf seine Funktionsfähigkeit hin erprobt, müsse aber noch vereinfacht werden. "Im besten Fall soll es einmal so sein, dass sowohl die staatlichen Lebensmittelkontrolleure als auch der Mitarbeiter der Fleischtheke im Supermarkt mit dem Scanner problemlos die Frische und Herkunft des Fleisches ermitteln kann", sagte Großer. Das Verfahren könne möglicherweise später auf andere Lebensmittel übertragen werden.

Das Projekt, an dem auch Forscher der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel im bayerischen Kulmbach beteiligt sind, ist auf drei Jahre angelegt. Das Bundesforschungsministerium unterstützt die Entwicklung des Systems. Es besteht aus zwei Komponenten. Neben dem Scanner soll ein "intelligentes" Etikett zum Einsatz kommen; ein Mikrochip, der sämtliche Herkunfts- und Aufbewahrungsdaten des Fleischs speichert. Dazu gehören auch die Messungen des Scanners. "So soll die Produktionskette vom Erzeuger über die Verarbeitung, den Transport, den Groß- und Einzelhandel bis zum Endverbraucher lückenlos dokumentiert werden", sagte Großer.

DPA
 
 
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