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23. April 2009, 14:39 Uhr

Drei Kaffeemarken fallen durch

Stiftung Warentest hat Kaffees bewertet. 20 von 31 Mischungen sind demnach "gut". Drei Sorten schmeckten dagegen "modrig-muffig" oder nach "feuchter Pappe". Und: Die Kaffeemarken der Discounter lagen weit vorn.

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Der Deutschen liebstes Getränk: Die meisten Kaffeesorten schnitten bei Stiftung Warentest gut ab© Sebastian Willnow/DDP

Kaffeetrinker können sich auf die Qualität ihrer Marke weitgehend verlassen: Zwei Drittel der gängigen Kaffees schnitten nach Vergleich der "Stiftung Warentest" mit "gut" ab. Am besten Bellarom Gold von Lidl und Markus Gold von Aldi Nord ab. "Diese waren auch die preisgünstigsten im Test und kosten jeweils 2,49 Euro für 500 Gramm", sagte Warentester Hubertus Primus.

Von 31 getesteten Sorten erhielten drei die Note "mangelhaft". Die Mischungen Tchibo Gran Cafe, Tip Gold von Metro und A&P von Kaiser's Tengelmann schnitten am schlechtesten ab, da sie sowohl bei der Zubereitung in der Kanne als auch in der Kaffeemaschine "modrig-muffig" schmeckten.

Zwei Bio- und Fairtrade-Kaffees wurden mit "ausreichend" bewertet, da sie bei Kannen-Zubereitung nach "feuchter Pappe" schmeckten.

Die Schadstoffbelastung ist überwiegend gering. In Deutschland wurden im vergangenen Jahr 400.000 Tonnen Röstkaffee verkauft. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch stieg gegenüber 2007 um zwei auf 148 Liter. "Stiftung Warentest" schickte sieben Kaffeeprüfer los, die Aussehen, Geruch, Geschmack, Mundgefühl und Nachgeschmack systematisch beschrieben. Geprüft wurden die Sorten sowohl nach Aufguss in der Kanne als auch in der Maschine.

Die Tester kamen zu dem Schluss: Die mit "gut" bewerteten Röstkaffees weisen nur geringe Unterschiede auf - von den etablierten Marken über die preisgünstige Discounterware bis zu den Handelsmarken oder den Bio- und Transferkaffees. Egal ob das Pfund Kaffee 2,49 Euro oder 5,30 kostet: Die Qualitätskaffees haben ein kräftiges Aroma, eine deutliche Röstnote, schmecken deutlich säuerlich und bitter. "Es gibt sozusagen einen Einheitsröstkaffee, der dem populären Geschmack entspricht", sagte Hubertus Primus. Wer den Einheitsgeschmack nicht möge, sollte teurere Spezialröstungen bestimmter Herkünfte und Sorten probieren, riet er.

Schimmelpilzbelastung sehr niedrig

Auch gesundheitlich ist man laut "Stiftung Warentest" mit den meisten getesteten Kaffees auf der sicheren Seite. Nur vier Sorten lagen über dem Signalwert für das nervenschädigende Acrylamid. Bei zweien übersteigt der Acrylamid-Gehalt sogar den höheren Beobachtungswert. Der im Tierversuch krebserregende flüchtige Aromastoff Furan stellt ebenfalls nur ein geringes Problem dar. Im Test schnitten 24 Kaffees im Test hinsichtlich des Furangehalts im Aufguss mit "gut" ab; kein Kaffee war schlechter als "befriedigend". Röstkaffee ist die größte Zufuhrquelle für Furan. Zudem blieben alle Kaffees weit unter der gesetzlichen Höchstmenge für Schimmelpilzgift. "Stiftung Warentest" kritisierte allerdings, dass sich nur ein kleiner Anteil der Kaffeebranche um sozial und ökologisch verantwortungsvolle Herstellung kümmert. Für Kaffees, die sogleich sensorisch "gut", weitgehend schadstofffrei sowie sozial- und umweltverträglich hergestellt sind, müssen Verbraucher zwischen 4,00 Euro und 5,70 Euro für das Pfund bezahlen. Nur vier Sorten wurden in allen drei Kategorien als "gut" bewertet.

AP/DPA
 
 
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