Das sollten Fastenwillige beachten

21. Februar 2012, 08:02 Uhr

40 Tage lang Verzicht üben: Am Aschermittwoch begann nach katholischem Brauch die Fastenzeit. Für die meisten Menschen hat das Fasten heutzutage aber eher einen gesundheitlichen Hintergrund. Und dabei gibt es einige Hinweise zu beachten.

Fasten statt Feiern. Nach dem wilden Faschingstreiben beginnt am Aschermittwoch für viele die Fastenzeit. mehr...

Vierzig Tage lang soll sich nach katholischem Brauch im Verzicht geübt werden. Für die meisten hat das Fasten mittlerweile einen gesundheitlichen Hintergrund.

O-Ton: Ute Gola, Institut für Ernährung und Prävention, Berlin

„Man spürt, dass man Kraft über sich hat, dass man sich Sachen verbieten kann. Nach meinem Dafürhalten muss man sich aber nicht alles verbieten, es reicht, wenn man dann zum Beispiel auf Süßigkeiten und Alkohol verzichtet.“

Ein universelles Fasten-Rezept gibt es nicht. Viele verzichten zum Beispiel auf Alkohol, Fleisch und Zigaretten. Wichtig ist auf jeden fall genug zu trinken. Experten sehen den Verzicht vor allem als mentales Ereignis, das alltägliche Konsum- und Genussverhalten soll unterbrochen werden.

O-Ton Ute Gola, Institut für Ernährung und Prävention, Berlin

„Das hilft auch, den Wert von Nahrung und den Wert von Luxus und Naschen vielleicht auch von Alkohol wieder neu zu gewinnen. Was wichtig wäre während der Phase, wenn man jetzt sagt, ich möchte kein Fleisch essen, dass man sich dann vielleicht auch die Vielfalt aller anderen Nahrungsmittel gönnt. Milchprodukte, vielleicht Fisch. Schön viel Gemüse und Obst, das ist auch ganz wichtig für die Mineralzufuhr. Also das man wirklich sagt: Fasten heißt für mich nicht ich verbiete mir etwas, sondern fasten heißt für mich, ich konzentriere mich, meine Gewohnheiten, meinen Lifestyle.“

Wer fastet, der sollte möglichst auf feste Nahrung verzichten, dabei aber reichlich Flüssigkeit zu sich nehmen. Als radikale Diät ist das Fasten nach Ansicht von Experten jedenfalls nicht geeignet. Deswegen sollten sich gerade Anfänger vor dem Fasten von einem Mediziner beraten lassen. Schließen