31. August 2012, 12:48 Uhr

Nasa-Raumsonde Dawn schießt farbige 3D-Bilder von Vesta

Etwa ein Jahr war die Nasa-Raumsonde Dawn beim Asteroiden Vesta zu Gast. Kommende Woche verlässt sie ihn. Ihr Kamerasystem ermöglichte einen Blick auf Krater und Berge des Himmelskörpers - in Farbe.

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Das Handout des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung zeigt die dreidimensionale Farbkarte, ein nachträglich bearbeitetes Foto, des Asteroiden Vesta©

Forscher haben eine dreidimensionale Farbkarte des Asteroiden Vesta erstellt. Auf der Nordhalbkugel ist der Himmelskörper übersät mit Kratern, am Südpol erhebt sich der höchste Berg des Himmelskörpers - er ist mehr als doppelt so hoch wie der Mount Everest. Die Daten stammen von der Nasa-Raumsonde Dawn, die den Asteroiden am kommenden Mittwoch verlassen wird, um ihr nächstes Reiseziel, den Zwergplaneten Ceres, anzusteuern. Das teilte das Max-Planck-Institut (MPI) für Sonnensystemforschung im niedersächsischen Katlenburg-Lindau am Donnerstagabend mit, dessen Forscher die Kameratechnik an Bord maßgeblich entwickelt hatten.

"Bereits jetzt hat Dawn unser Verständnis des Sonnensystems verändert", erklärte Holger Sierks von der Dawn-Mission am MPI. "Die Daten, die wir bereits ausgewertet haben, zeigen, dass Vesta der einzige bekannte Vertreter einer neuen Klasse von Himmelskörpern ist."

Eigentlich sei Vesta mit einem Durchmesser von 525 Kilometern und seiner unregelmäßigen Form ein Asteroid. Die Dawn-Sonde habe jedoch gezeigt, dass Vesta wie die Erde aus Kruste, Mantel und Kern aufgebaut sei. Vesta sei der kleinste bekannte Himmelskörper mit diesem Schichtaufbau. Daher sehen die Forscher ihn nun auch als Vorplaneten, der vor 4,5 Milliarden Jahren in seiner Entwicklung stecken geblieben sei.

Vesta umkreist die Sonne im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Entdeckt wurde er als heller Punkt im Jahr 1807 von dem Bremer Astronomen Heinrich Olbers.

Die Mission Dawn war vor etwa fünf Jahren in Richtung Vesta gestartet und vor gut einem Jahr in eine Umlaufbahn des Asteroiden geschwenkt. Das zweite Reiseziel, der Zwergplanet Ceres, soll 2015 erreicht werden.

DPA
 
 
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