21. Mai 2012, 08:39 Uhr

Feuerring zieht Millionen in seinen Bann

In früheren Zeiten verbreiteten Sonnenfinsternisse Angst und Schrecken. Heutzutage sind sie faszinierende Naturschauspiele. Am frühen Morgen betrachteten Millionen Menschen gebannt einen Feuerring am Himmel über Asien.

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Da vergessen auch Fremdenführer - wie hier auf dem Dach des Roppongi Hills Komplex in Tokio - mal ihre Arbeit. Millionen Menschen auf beiden Seiten des Pazifiks sind Zeugen eines seltenen Naturschauspiels geworden: Durch eine Sonnenfinsternis bildete sich am Montagmorgen ein "Feuerring" am Himmel über Asien, der sich in Richtung des tausende Kilometer entfernten Westens der USA bewegte. Die Sonnenfinsternis war am frühen Morgen zunächst in Teilen Chinas zu sehen, anschließend blickten die Menschen in Taiwan, Japan und am späten Sonntag (Ortszeit) auch in verschiedenen US-Bundesstaaten gen Himmel.

Während Wolken über weiten Teilen Südostchinas einen klaren Blick verhinderten, bot sich vielen Menschen in Tokio ein spektakulärer Anblick. Es war das erste Mal seit 173 Jahren, dass ein solches Schauspiel über der japanischen Mega-Metropole zu sehen war. Pendler und Schulkinder blieben auf der Straße stehen, die großen Fernsehsender boten Live-Schalten an, die Fluglinie Japan Airlines organisierte einen Beobachtungsflug, der sofort ausverkauft war und der Elektronikriese Panasonic schickte eine Expedition auf den Berg Fuji.

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