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Unruhen gehören auch in China mittlerweile zum Alltag. Es sind aber nicht nur soziale Spannungen, die zu blutigen Konflikten führen - auch im Reich der Mitte macht sich Stimmung gegen Muslime breit.
Der chinesische Präsident Hu Jintao nimmt nicht am G8-Gipfel teil. Er ist bereits aus Italien abgereist. Der Grund: die blutigen Unruhen in seinem Land. In der betroffenen Stadt Urumqi haben die Behörden eine nächtliche Ausgangssperre verhängt, die Lage hat sich offenbar leicht entspannt, die Stimmung bleibt aber "aggressiv".
Einen Monat nach den heftigen Zusammenstößen in der südwest-chinesischen Provinz Xinjiang hat Chinas Polizei nochmals mehr als 300 Menschen festgenommen. Sie waren durch Zeugenaussagen und weitere Ermittlungen ins Visier der Staatsgewalt geraten. Insgesamt dürften nun bis zu 1600 Personen in Polizeigewahrsam sein.
Als die Behörden den friedlichen Protest beenden wollten, brach die Gewalt los: Hunderte muslimische Uiguren lieferten sich in der nordwestchinesischen Provinzhauptstadt Urumqi Straßenschlachten mit der Polizei. Mindestens 140 Menschen starben. Es waren die schlimmsten Ausschreitungen seit Jahrzehnten in der Krisenprovinz Xinjiang.
Die Ähnlichkeiten sind frappierend: Wie die Tibeter sehen die Uiguren in den Chinesen und der Zentralregierung in Peking nur Besatzer und wollen ihren eigenen Staat. Dass die Gewalt jetzt in der Provinz Xinjiang eskaliert, ist nicht überraschend ? und wahrscheinlich erst der Anfang.
Wie Manipulation funktioniert, begreift man am besten, wenn man selbst davon betroffen ist. Chinas Staatsmedien haben plötzlich ihre Liebe zu stern.de entdeckt, mussten dafür aber meinen Blog, auf den sie sich beziehen, gründlich verfälschen.
Chinesen greifen friedlich protestierende Tibeter an - diese Bilder haben sich bei vielen ins Gedächtnis eingebrannt. Dabei sind die angeblich sanften Buddhisten nicht ganz unbeteiligt an den Tumulten, ihr Oberhaupt, der Dalai Lama, ist kein Unschuldsengel. Adrian Geiges über ein Missverständnis.
In der chinesischen Unruheprovinz Xinjiang haben bewaffnete Angreifer am Samstagabend sieben Menschen erstochen und 28 weitere verletzt.
Die südchinesische Provinz Hunan ist für drei Dinge berühmt: für ihre scharfe, schmackhafte Küche, als Heimat Mao Tse-tungs und für ihre zauberischen Felsenwelten. Die mythische Berglandschaft hat James Cameron für sein Leinwandmärchen "Avatar" inspiriert.
Der Jahrestag der blutigen Unruhen in der chinesischen Region Xinjiang ist von einem großen Sicherheitsaufgebot begleitet worden.
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