Wissenschaftler entdecken Gicht-Gene

23. Dezember 2012, 19:00 Uhr

Schmerzen, Deformierungen, Entzündungen: Gicht ist eine Qual. Forscher haben jetzt Gen-Varianten gefunden, die die Volkskrankheit beeinflussen. Auch deutsche Experten waren an der Studie beteiligt.

Wissenschaft, Medizin, Gesundheit, Forscher, Gicht, Gene

Wenig Fleisch essen - das raten Ärzte Patienten, die zu Gichtanfällen neigen©

Wissenschaftler haben zahlreiche Gicht-Gene entdeckt. Die identifizierten Gen-Varianten gingen mit einem erhöhten Harnsäurespiegel einher und beeinflussten somit das Entstehen von Gicht, wie Anna Köttgen vom Universitätsklinikum Freiburg erläuterte.

An der im Fachmagazin "Nature Genetics" veröffentlichten Studie war ein internationales Team aus mehr als 220 Forschern beteiligt. Sie werteten das Erbgut von rund 140.000 Menschen weltweit aus.

Gicht ist eine Störung des Harnstoffwechsels. Sie führt dazu, dass zu viel Harnsäure im Körper bleibt und schmerzhafte Entzündungen an den Gelenken auslöst. Auch die Nieren können geschädigt werden. Dass Gicht in vielen Fällen erblich bedingt sein kann, ist bekannt.

Auf Basis der 28 identifizierten Risikofaktoren sei beispielsweise ein besseres Verständnis der Krankheitsmechanismen als Ausgangspunkt für neue Arzneien oder für eine bessere Vorbeugung von Gicht möglich, sagte Köttgen. "Das Problem ist, dass man mit bestehenden Medikamenten die Harnsäurespiegel oft nur unzureichend absenken kann oder die Medikamente Nebenwirkungen haben."

Daten aus über 70 Einzelstudien

In die jetzt veröffentlichte Untersuchung des Global Urate Genetics Consortiums (GUGC) flossen die Daten von über 70 Einzelstudien aus Europa, den USA, Japan und Australien ein.

Nach Angaben der Deutschen Gicht-Liga handelt es sich bei dem Leiden um eine Volkskrankheit in Industrieländern. In Deutschland sind demnach 2,8 Prozent der Männer und 0,4 Prozent der Frauen im Alter zwischen 30 und 59 Jahren betroffen.

Oft lässt sich der Harnsäurespiegel durch eine purinarme Ernährung senken. Purine fördern Gichtanfälle. Daher raten Ärzte den Patienten: wenig Fleisch essen und Alkohol meiden - auch an Festtagen.

Zum Thema
Wissen
Wissenstests
Wie gut ist Ihr Allgemeinwissen? Wie gut ist Ihr Allgemeinwissen? Kniffliges für Ihr Hirn: Quizzen Sie sich zum Allgemeinwissens-Champion! Mit diesen Fragen und Antworten sammeln Sie zudem genug Stoff für jeden Party-Smalltalk. Zu den Wissenstests
 
Noch Fragen?

Neue Fragen aus der Wissenscommunity

  von Amos: Da ich mehrere Autos fahre, müßte ich mehrfach Maut bezahlen. Bekomme ich entsprechend die...

 

  von Gast 107364: Muss ich aus meiner finanzierten Immobilie bei Beantragung der Privatinsolvent raus

 

  von Gast 107350: Wie bekomme ich Verfärbung von einer Creme Farbigen Ledertasche raus?

 

  von Gast 107348: werden Kellerräume in der Mietberechnung mit einbezogen

 

  von Gast 107340: Wann soll ich us Dollar kaufen?

 

  von Gast 107336: ´Benötige ich einen Ernergieausweis oder einen Bedarsausweis für ein Haus von 1963

 

  von Amos: Nochmal zu MB: der neue CLE 450 hat einen Dreilitermotor. Müßte also CLE 300 heißen

 

  von Gast 107289: Glas-Tisch total milchig, Hilfe!

 

  von Gast 107284: Ist parken in einer Verkehrsberuhigten Zone erlaubt?

 

  von bh_roth: Oleander umtopfen

 

  von Amos: Ich suche jemand zur Haushaltsauflösung, NICHT zur Entrümpelung.

 

  von dorfdepp: Wie kann man eine Zinke richten?

 

  von elfigy: Flugzeugabsturz. Wozu ein Krisenstab, was wollen Regierungsmitglieder an der Absturzstelle ?

 

  von StechusKaktus: Gibt es nun die Kriegsanleihe oder nicht?

 

  von starmax: Richtig?

 

  von Gast 107217: Gibt es beim Rentenausgleich eine Renteneinkunftsuntergrenze

 

  von Gast 107213: Muss der Vermieter die Kosten für ein neues Türschloß tragen, wenn der Mieter den Schlüssel seiner...

 

  von Gast 107201: Was kann ich tun, wenn mein ehemaliger Arbeitgeber die Meldungen zur Sozialversicherung nicht...

 

  von jacobidry: Umkehrosmose Wasserfilter

 

  von jacobidry: Boxspringbett oder Kaltschaummatratze