Für alles gibt es eine Statistik, auch für die Todesursachen: 852.328 Menschen sind laut Statistischem Bundesamt 2011 in Deutschland gestorben, das sind 6440 weniger als im Vorjahr. Die meisten Deutschen wurden durch Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems wie Herzinfarkt oder Schlaganfall aus dem Leben gerissen. Ihr Anteil ging um 0,9 Prozentpunkte auf 40,2 Prozent zurück und ist damit so niedrig wie noch nie seit Beginn der elektronischen Statistik 1980. 92 Prozent der Menschen, die 2011 an einem Herzinfarkt, einem Schlaganfall oder einer ähnlichen Ursache starben, waren mindestens 65 Jahre alt. Herzinfarkt stand auf 55.286 Totenscheinen - mehr als die Hälfte (55,6 Prozent) davon wurden für Männer ausgestellt.
Vor allem Therapien gegen hohes Cholesterin und Rückgänge beim
Rauchen hätten die Zahl der Herzinfarkte in den vergangenen zehn
Jahren deutlich gesenkt, erklärte der Kardiologe Prof. Christian Hamm aus dem hessischen Bad Nauheim. Die Infarkt-Sterblichkeit habe in diesem Zeitraum sogar halbiert werden können.
Das Statistische Bundesamt hat ermittelt, woran die Deutschen im Jahr 2011 starben. Die häufigste Todesursache bleiben Herz-/Kreislauferkrankungen - immer häufiger ist es aber Krebs.
Statistik zu Todesursachen Täglich sterben drei Kinder durch Unfälle oder GewaltDas Statistische Bundesamt hat Todesfälle unter Kindern und Jugendlichen untersucht. Ergebnis: Mehr als 1000 junge Menschen sterben pro Jahr nach Unfällen, Gewalt oder Suizid. Die Experten ermittelten auch typische Muster der verhängnisvollen Abläufe.