Seit 14 Jahren ist der 32-jährige Chinese Yan Ching-hong querschnittgelähmt. Abgeschnitten von der Welt, war sein Leben für ihn eine Qual. Doch eine kleine Erfindung brachte große Hilfe.
Vor 14 Jahren sprang Yan Ching-hong in einen Swimmingpool, ein Sprung, der sein ganzes Leben dramatisch veränderte. Der junge Chinese kam hart auf dem Boden des Beckens auf, seit diesem Zeitpunkt ist er querschnittglähmt. Vom Hals ab kann er sich nicht mehr bewegen, muss künstlich beatmet werden. In seiner Verzweiflung, habe er seine Mutter gebeten, seinem Leben ein Ende zu setzen, erinnert sich der heute 32-Jährige.
Doch dank neuester Technik ist es ihm wieder möglich, am Leben teilzuhaben, aus seinem Körpergefängnis auszubrechen. Mit einem kleinen Schnuller kann er die Tastatur eines Computers bedienen - über eine Art Morse-Code. Der High-Tech-Schnuller ist Teil eines Projektes, das an der National Cheng Kung Universität in Taiwan angesiedelt ist.
"Zuvor erschien mir das Leben bedeutungslos", erinnert sich Yan Ching-hong. Doch seit er an dem Uni-Projekt teilnehme, habe er die Gewissheit, dass er trotz seiner Querschnittlähmung an etwas mitwirken und Dinge bewegen könne. "Die Erfindung brachte wieder Farbe in mein Leben. Ein Leben, das zuvor nur noch schwarz-weiß war."