. .
Natur und Umwelt
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
11. November 2004, 17:03 Uhr

Wenn auf jeder elektromagnetischen Frequenz Rauschen existiert und Licht ein Teil des elektromagnetischen Spektrums ist, warum sehen wir dann kein Rauschen? (Norbert Hellmonsödt, Österreich)

Karl Neumann, Sindelfingen

Die "Wahrnehmung" eines Menschen oder einer Maschine beruht auf der Umsetzung von "etwas Wahrzunahmenden" mittels eines Sensors in eine entsprechende Information (Empfindung, Gedanke, Daten). Um etwas an einem Sensor wahrzunehmen, muss dieser die "Wahrnehmung" in ausreichender "Auflösung" wahrnehmen. Das Auge erfasst ca. 25 Einzelbilder in der Sekunde (z.B. ein Film wirkt flüssig, wenn Einzelbilder mit mehr als 25 Bildern/s nacheinander gezeigt werden). Eine "Interferenz" ist nun eine Verzerrung eines el. magnetischen Signals. Diese Verzerrung hat i.d.R. eine höhere "Frequenz" als die durch sie gestörte "Grundfrequenz" / Trägersignal - z.B. "Oberwellen" bei Tonsignalen. Da das Auge schon bei 25 Bildern/s seine "unterscheidbarkeit" el. magn. Änderungen (von Einzelzuständen) erreicht hat, ist die Trägheit des Sensors "Auge" so gross, dass Interferenzen im normalen Lichtspektrum (nm-Wellenlängenbereich) durch die Trägheit quasi über den Erfassungszeitraum ein! es Einzelbildes weg-ge-mittelt werden.

Martin Zschaber, Erding

"Rauschen" (TV oder Radio) bedeutet, dass eine festeingestellte Frequenz nur unvollständig mit den erforderlichen Informationen ("Wellen")versorgt wird. Das Auge sieht aber nicht "festeingestellt", sondern "Breitband". Selbst in den Grenzbereichen zu UV oder Infrarot ist unsere Wahrnehmung daher rauschfrei und dabei sehr variabel.

Wolfgang Neumann, Bad Feilnbach

Wir sehen hauptsächlich mit dem Hirn, weniger mit den Augen. Diese sind nur die Sensoren für elektromagnetische Wellen in einem bestimmten Frequenzbereich. Die Stäbchen und Zäpfchen im Auge haben eine bestimmte Empfindlichkeit. 1.) Elektromagnetische Wellen zu geringer Intensität (Amplitude) erzeugen keinen Reiz im Sehnerv. 2.) Das Gehirn filtert außerdem die meisten der vom Sehnerv gelieferten Informationen als (subjektiv) unwichtig aus. Eventuell vorhandenes Rauschen wird also entweder (1) vom Auge nicht erkannt oder (2) vom Gehirn ausgeblendet. Punkt (1) gilt grundsätzlich auch für Messungen/Darstellungen mit chemischen oder elektronischen Sensoren. Beispiele sind die Emulsion auf Ihrem Farbfilm oder der lichtempfindliche Chip Ihrer Digitalkamera.

Johannes, Darmstadt

In der Tat existiert beim Licht so eine Art Rauschen. Ich vermute allerdings, daß es so schwach ist, daß es nicht wahrgenommen wird. Zum Vergleich: in einem für unser Auge stockfinsterem Raum kann man über einen Restlichtverstärker einer Nachtsichtkamera Umrisse erkennen. Lichtwellen sind zweifellos da, können von uns aber nicht wargenommen werden.

André Merten, Heidelberg

Rauchen liegt tatsächlich auch auf dem "Lichtsignal" das die Sehzellen unserer Netzhaut empfangen. Es kommt aber, wie auch in der Technik, auf das Signal-zu-Rausch-Verhältnis an. Und dies ist selbst bei schlechten Lichtverhältnissen so gut, dass das Rauschen nicht ins Gewicht fällt. Steigt die Lichtintensität, so steigt zwar auch das Rauschen aber immer nur mit der Wurzel aus der Intensität. Deshalb öffnet sich bei Dunkelheit die Pupille so weit wie möglich um trotzdem noch genügt Licht einzusammeln. Außerdem wird das Bild von der Netzhaut anschließend noch vom Gehirn "gefiltert".

Nils, Hannover

Wir sehen das optische Rauschen, bis jetzt war allerdings kein Mensch in der Lage es nicht zu sehen, deshalb wird es nicht als "Bildstörung" wahrgenommen.

matze k. aus b. und aus f. auch

. . . . ich schätz mal, weil wir nich so schnell gucken können. . . .

V. Spiro, Eckental

Wir können das Licht des Rauschens genauso wenig sehen, wie wir das Rauschen der Blätter auf den Bäumen in einem vorbeirauschendem Auto hören können. Das Rauschen ist zu schwach für die durch Lautstärke betäubten Ohren, zu schwach für die lichtverwöhnten Augen.

Christian Schmadalla, Darmstadt

So wie man während einer normal lauten Musikpassage vom analogen Tonband dessen Rauschen nicht wahrnehmen kann, nimmt man das optische Rauschen in normal beleuchteten Umgebungen nicht wahr, weil es von einem starken Signal - dem Licht - überlagert ist. Man braucht eine leise Passage oder Stille, um das Tonbandrauschen zu hören, und man braucht Dunkelheit, um das optische Rauschen sehen zu können. Am besten geht es wohl mit einem Nachtsichtgerät, das bloße Auge ist dazu wahrscheinlich nicht empfindlich genug.

 
 
 
stern testen, Serie sichern

Jetzt den stern inklusive der aktuellen Gesundheits-Serie testen! Jetzt sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (8/2012)
Whitney Houston