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10. Dezember 2004, 13:06 Uhr

Stirbt die Intelligenz aus, weil Akademiker deutlich weniger Kinder bekommen als Menschen mit niedrigeren Bildungsabschlüssen? (Axel, München)

Beck's Bier

Nein, das wachstum wird nur verlangsamt, weil es direkt keine dummen Menschen gibt. Ein großteil liegt an der Erziehung und Förderung!!!

Peet Smedes, Drachten Niederlande

Wer gibt die Garantie das Akademiker auch potenzielle Akademiker zeugen werden?

Michael Oberhausen

ich befürrchte, die Antwort ist JA!!! PISA bestätigt es: Aus sozial schwachen Familien kommende Kinder haben misserable Entwicklungschancen und landen meist wieder auf dem Niveau der Eltern. Das wir immer blöder werden, sieht man im Fernsehen und die Rechtschreibreform ist auch nur die Reaktion auf die immer größeren Probleme noch deutsch zu schreiben.....

Zel, Kiel

Die bekanntesten "Genies" der Geschichte waren allesamt nicht aus Akademikerlenden entfleucht. Warum von Amor übermannte Akademiker in der heutigen Zeit, wo der schnöde Berufsstand des Händlers dank BWL in Akademikersphären emporgestiegen ist, urplötzlich die Notwendigkeit zur Erschaffung von Intelligenz sein sollen, bleibt unerklärt.

Scheller; Bernau

Die Realität der Vergangenheit und Gegenwart hat zeigt, daß gerade die Kinder der gut Ausgebildeten in ihrer Mehrheit auch wieder in die Schicht der gut Ausgebildeten hineinwachsen. Dafür gab und gibt es viele Gründe, die man nicht unbedingt für immer akzeptieren muß, allerdings darf die Realität auch nicht ausblenden. Wenn dieses Schicht der Gesellschaft keine oder wesentlich weniger Kinder in die Welt setzt, werden uns diese Kinder in der Zukunft fehlen und damit wird das Durchschnittsniveau der Intelligenz insgesamt langsam sinken.

Nina Bartmann, Elmshorn

Meine Meinung ist, dass nicht nur Akademiker intelligente Kinder ,,heranzüchten" können. Mein Vater ist Hausmeister und meine Mutter Hausfrau. Keine universitären Einschläge in der Verwandtschaft vorhanden, und trotzdem werden diese Zeilen nicht von einem Dummkopf geschrieben. Objektiv betrachtet. Ich würde es eher auf die Erziehung abstellen. Auch wenn meine Eltern nichts von Humangenetik verstehen oder nicht wissen, welche philosophische Ansicht sich hinter dem Solipsismus verbirgt, haben sie sich rührend gekümmert. So habe ich in meiner Kindheit NIE Dosen- bzw. Fertnahrung bekommen oder wurde beispielsweise einmal in der Woche zur Musikschule gebracht. Fazit: so lange es noch Eltern gibt, die sich um ihre Kinder kümmern und sich Gedanken um die Förderung machen, stirbt die Intelligenz nicht aus.

Bernd Ullrich, 50169 Kerpen

Die Frage unterstellt, dass nur in Akademikerfamilien intelligente Kinder geboren werden. Das ist nach amerikanischen Studien aber schlicht falsch. Auch Akademikerkinder haben - wie alle anderen Kinder auch - unterschiedliche Begabungen. Entscheidend für ein Nation ist, was sie aus dem Potential all ihrer Kinder macht. Und da haben die Akademiker meist nicht intelligent gehandelt. Die meisten glaubten und glauben immer noch, es würde genügen, nur die eigenen Kinder zu fördern. Diesem irrigen Glauben verdanken wir das Ergebnis der Pisastudien für Deutschland.

Daniel, WG in Stuttgart

Auf jeden Fall. Die weniger gebildeten Bevölkerungsschichten haben deutlich mehr Kinder !

Was hat Intelligenz mit Akademikern zu tun?

mia, berlin

nein, das glaube ich nicht, weil auch kinder von weniger intelligenten eltern hoch intelligent sein können.

A. Helmut Fickenwirth

Keineswegs! Akademiker sind nicht unbedingt von Geburt an intelligenter als Nicht-Akademiker. Sie haben lediglich mehr Schulbildung - d.h. sie sind laenger in die Schule gegangen. Die Gutausgebildeten jedoch koennten in Deutschland aussterben, wenn nicht endlich das Gymnasium abgeschafft wird und alle Kinder 12 Jahre in die Schule gehen, gleich ob arm oder reich.

N. Kuchta, Göttingen

Können denn nur Akademiker intelligente Kinder bekommen? Mein Mann und ich haben beide "nur" den Realschulabschluss, haben aber trotzdem eine Hochbegabte Tochter. Aber nur Akademiker können sich intelligente Kinder leisten, weil sie in der Schule kaum gefördert werden. Man muss sich um alles selbst kümmern, z.B. Musikschule, Seminare, usw. Es ist leider ein unfreundliches Land für kluge Kinder. Schlechte Schüler bekommen ja noch Förderunterricht, aber die guten bekommen gar nichts.

fuchsli, Zürich

Die Intelligenz gabs beim Menschen noch nie, darum mehr oder weniger Kinder es ist egal.

Emi, Bonn

Na sicher doch, man braucht sich nur das "Früher war alles besser" in der PISA-Variante "Früher waren alle intelligenter" vorzunehmen, dann hat man im Wesentlichen die Antwort. Bleiben nur zwei Fragen offen: Hat das wirklich mit der Reproduktionsrate der Akademiker zu tun, und: Gab's früher wirklich mehr Intelligenz?

Patrick, Remscheid (18 Jahre alt)

Ich bin der Meinung, dass jeder die Fähigkeit besitzt sehr intelligent zu werden, doch die meisten nutzen das Potential nicht, weil es ihnen lästig ist und es mit harter Arbeit in der Jugend zu tun hat. Es hat also weniger mit der Kinderzahl der Intelligenten zu tun als viel mehr mit der Einstellung der Menschen und dem menschlichen Hang zur Blödheit. Und Bushido und Aggro Berlin helfen nicht unbedingt dabei. Ich bin 18 Jahre und weiss deshalb wovon ich rede. Natürlich bietet ein gut ausgebildetes Elternhaus eine sehr gute Grundlage, aber mit einem gesunden Willen ist alles zu erreichen. Und hier weiss ich auch wovon ich rede. Meine ELtern sind arbeitslos und haben beide keinen Abschluss gemacht. ICh mache jedoch bald Abitur und bin einer der besten meiner Schule, wodurch ich der erste in der Familie bin der Abitur auf dem ersten Bildungsweg macht. >>Mit Willen kann man alles erreichen.<< Aber ich habe im Spiegel ein Bericht von einer Neuro-Versammlung gelesen, daher wäre ja nun auch mal ne interessante Frage ob es einen freien Willen gibt. ;D

Elke Ingendorn, Oberhausen

Wenn dem so wäre, müsste ein Zusammenhang zwischen der Herkunft eines Menschen und seiner Intelligenz bestehen. Wie ist es dann zu erklären, dass unser Bundeskanzler und Bundespräsident es in diese Ämter geschafft haben, obgleich beide nicht mit dem goldenen Löffel geboren sind.

Manfred Pusch, Burscheid

Sind Akademiker denn grundsätzlich intelligent? Wenn sie es wären gäbe es sicherlich eine ganze Menge Probleme weniger auf der Welt!!

Franky Essen

Wer sagt, dass Akademiker intelligent sind?

Rudolf Rippler, Wilhelmsfeld

Nein, sondern deshalb, weil Intelligenz in unserer Gesellschaft nicht mehr belohnt wird.

Univ. Prof. Dr. Hono Riscausa

Ja.

suat-Köln

ich glaube das intelligenz nichts mit dem i.q des erzeugers zu tun hat

Max Schmidt,44379 Dortmund

Wenn die sozialschwachen Familien weiterhin in dem Maße wie bisher finaziell vom Staat unterstützt werden und Kinder zeugen können,die der Steuerzahler ernähren muß,werden in Deutschland mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit überwiegend leistungsschwache,um nicht zu sagen,dumme Menschen geboren werden. Da die Automatisierung in der Arbeitswelt aber weiterhin zunehmen wird,brauchen wir auch weniger leistungsstarke und kluge Menschen. Das heißt im Klartext,dem Arbeitsmarkt werden auch mit den relativ niedrigen Geburtsraten von leistungsstarken,bzw.klugen Menschen genügend Kräfte zur Verfügung stehen! Ob die Minderzahl von arbeitenden Menschen jedoch die leistungsgeminderten arbeitslosen Menschen ernähren können,ist eine andere Frage.......

Robert, Dreieich

Intelligenz ist etwas, was nur bedingt durch Vererbung und soziologische Bedinungen geprägt wird. Kinder von Akademikern haben zwar bessere Chancen auf einen höheren Schulabschluss (Förderung durch Eltern, Nachhilfe), aber Intelligenz wird - meines Erachtens - in die Wiege gelegt, sie ist bis zu einem gewissen Grad förderbar, letztendlich ist sie aber entweder gleich mit der Geburt da oder eben nicht. Dein IQ steht mit deiner Geburt fest, dieser kann im Laufe deines Lebens aber variieren, bis zu einem gewissen Grad. Ausnahmen bestätigen die Regel: Es gibt auch Kinder aus Arbeiterfamilien, die hochintelligent sind. Ein Kind, das merkt, wie schnell es in der Schule etwas versteht, wird daran auch Spass haben und sich dementsprechend selbst fördern, vorausgesetzt, es will. Ebenso wird sich ein Akademikerkind hängen lassen, wenn es nicht lernen will, bzw. keinen Bock auf Schule hat. Da hilft auch die ganze Nachhilfe nichts mehr. Da können auch die besten Eltern nichts dran ändern. Intelligenz ist also im wesentlichen ein Geschenk der Natur, wird ebensostark aber auch im frühkindlichen Alter entwickelt und ist förderbar. Entscheidend ist aber der Wille, erst danach kommen die Möglichkeiten. Und: Zwischen Fleiss und Intelligenz ist ein wesentlicher Unterschied. Fazit: Die Intelligenz stirbt nicht aus. P.S. Intelligenz ist immer davon abhängig, wie schlau der Schlauste ist. Gilt auch für IQ-Tests: Wie schlau ist der Mensch gewesen, der diesen Test erfunden hat.

Rolf Sobolewski Oberhausen

Nehmen wir Intelligenz als klassische Fähigkeit sich auf neue Situationen und Anforderungen einzustellen könnte man im technischen und praktischen Bereichen auf die Idee kommen . Die soziale Intelligenz ( gemeinnützige oder mitmenschliche Intelligenz )dürfte dagegen sogar steigen .

Elke Schmidt, Dingen

Evolution basiert darauf, dass sich die stärksten Exemplare vermehren und die schwächeren nicht. Unter der Annahme, dass die Natur nie irre, könnte man aus dem tatsächlichen Vermehrungserfolg bestimmter Teilpopulationen rückschließen, dass die stärkeren (verhaltensklügeren) Artgenossen in unserer Gesellschaft diejenigen sind, die sich nicht in Bildung und qualifizierter Erwerbsarbeit verschleißen, sondern dies andere für sich tun lassen und sich statt dessen (wenns geht auf deren Kosten) vermehren. Die Brut ist zweckmäßigerweise ebenfalls nicht vom Lern- und Arbeitsdrang beseelt und hält es genau so. Fazit: Die Evolution vollzieht eine (Kehrt?)Wendung, und der Intelligenzbegriff erfährt eine Neudefinition.

Bergmann, Waldsolms

Schmarrn

 
 
 
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