25. Juni 2012, 13:00 Uhr

Die rührende Geschichte vom einsamen George

Er blieb kinderlos bis zu seinem Tod, aber nicht ohne Partnerin: Die Geschichte der Galápagos-Riesenschildkröte "Lonesome George" ist rührend - und auch ein wenig traurig.

Jahrzehntelang hatten Forscher gebangt, gehofft und zahlreiche Gelegenheiten geschaffen: Doch die Paarungsversuche von "Lonesome George", der über 100 Jahre alten Galápagos-Riesenschildkröte, blieben alle erfolglos. Nun ist das Tier gestorben - und die Welt ist um eine Spezies ärmer. Denn der "einsame George" war der letzte Vertreter der Unterart Chelonoidis
abingdoni
. Mit seinem Tod sind nun bereits fünf der einst 15 Riesenschildkröten-Unterarten auf den Galápagosinseln ausgestorben.

Wie der Galápagos-Nationalpark mitteilte, fand der langjährige Pfleger, Fausto Llerena, die tote Schildkröte - "leblos ausgestreckt in Richtung ihres Wasserloches" auf der Insel Santa Cruz. Wie alt George tatsächlich war, ist nicht bekannt. Geschätzt hatte er allerdings über hundert Jahre auf dem Buckel - und stand damit eigentlich in der Blüte seines Lebens. Denn Schildkröten seiner Art können bis zu 200 Jahre alt werden. Nun ruht George erst einmal in der Kühlkammer, bis eine Untersuchung die Ursache für seinen frühen Tod geklärt hat.

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