. .
Natur und Umwelt
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
2. Januar 2009, 11:33 Uhr

Korallen wachsen deutlich langsamer

Viele Korallen des Great-Barrier-Riffs vor Australien wachsen derzeit so langsam wie nie zuvor in den vergangenen 400 Jahren. Wissenschaftler sehen die mit dem Klimawandel einhergehende Versauerung der Ozeane als Ursache für diese "ernste" und "plötzliche" Veränderung.

Steinkorallen wachsen in einem Bereich des Great-Barrier-Riffs© Jurgen Freund of Freund Factory

Australische Forscher untersuchten 328 Kolonien von Steinkorallen an 69 Stellen des mehr als 2000 Kilometer langen Great-Barrier-Riffs entlang der Ostküste Australiens. Es ist das größte der Welt. Die Organismen gedeihen über Jahrhunderte. Sie lagern dabei Kalk an und bilden Jahresringe, an denen sich ihr Wachstum ablesen lässt. Korallen sind damit ein natürliches Archiv der Umweltbedingungen - ähnlich wie Bäume.

Von 1990 bis 2005 haben die untersuchten Korallen 14,2 Prozent weniger Kalk angelagert als zuvor. Ein derart langsames Wachstum habe es seit 400 Jahren nicht gegeben, schreiben Glenn De'ath vom australischen Institut für Meereswissenschaften in Queensland und seine Kollegen im Wissenschaftsmagazin "Science". Sie führen die Resultate auf das vom Menschen freigesetzte Treibhausgas Kohlendioxid zurück. Dieses wird zum großen Teil von den Meeren aus der Atmosphäre aufgenommen. Die damit einhergehenden chemischen Reaktionen lassen die Ozeane saurer werden.

Daraufhin haben die Kalkbildner unter den Meerestieren - etwa Muscheln oder Korallen - Schwierigkeiten, sich genügend Baumaterial aus dem Wasser zu holen. Diesen Zusammenhang hatten sowohl Vorhersagen als auch Untersuchungen in der Vergangenheit bereits mehrfach gezeigt. Wenn die beobachteten Effekte auch für andere Organismen des Great-Barrier-Riffes und weitere Korallenriffe weltweit gelten, laufen diese Lebensräume Gefahr, förmlich ihr Fundament zu verlieren.

Dies hätte dramatische Folgen: Korallenriffe gehören zu den artenreichsten Lebensräumen. Sie sind unter anderem Kinderstube und Rückzugsgebiet vieler Organismen und damit von zentraler Bedeutung für das Leben im Meer. Bereits jetzt sind fast alle Riffe durch zahlreiche Eingriffe des Menschen geschädigt.

DPA
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Korallenriffe Sterbende Schönheiten auf dem Meeresgrund

Für Taucher sind es maritime Paradiese, für Tiere Städte unter Wasser: Korallenriffe. Doch die einzigartigen Ökosysteme sind noch bedrohter als die tropischen Regenwälder. Die Ausstellung "abgetaucht" des Berliner Museums für Naturkunde lädt ein ins gefährdete Abenteuer Riff. mehr...

Foto-Quiz Erkenn den Fisch!

Die Unterwasserwelt hat viel zu bieten - vom winzigen Seepferdchen bis zum riesigen Walhai. Testen Sie im Foto-Quiz, wie viele Fischarten Sie erkennen! mehr...

 
stern testen, Serie sichern

Jetzt den stern inklusive der aktuellen Gesundheits-Serie testen! Jetzt sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (8/2012)
Whitney Houston