Besorgniserregende Satellitenbilder: Innerhalb von nur vier Tagen sind 97 Prozent der Eisdecke Grönlands von einer Schmelze betroffen. Ein solches Antauen des Packeises gab es zuletzt vor 30 Jahren.
Das Video im Wortlaut: Diese Nasa-Satelliten-Bilder sind besorgniserregend: Sie zeigen das Gletscherschild der arktischen Insel Grönland im Abstand von nur vier Tagen. Mehr...
In diesem Zeitraum waren 97 Prozent der gesamten hier weiß dargestellten Eisdecke von der Schmelze betroffen. Zwar ist auch in Grönland ein Antauen des Eises im Juli nichts ungewöhnliches, aber eine so schnelle und breite Gletscherschmelze ist seit 30 Jahren nicht beobachtet worden. Die Wissenschaftler glaubten zunächst an einen Datenfehler. Doch drei voneinander unabhängige Satelliten bestätigten die Messergebnisse. Selbst am kältesten Ort der Insel schmelze es, so die Forscher. Dies sei das letzte Mal 1889 passiert und komme eigentlich nur alle 150 Jahre vor. Sollten solche extremen Eisschmelzen öfter vorkommen, ist das Anlass zur Sorge. Der Meeresspiegel könnte ansteigen und ganze Küstenabschnitte verschlucken. Die Wissenschaftler sind sich bislang jedoch nicht sicher, ob es sich nur um ein Naturphänomen oder um eine Folge der Erderwärmung handelt. Schließen
Machen wir mit der Erderwärmung so weiter wie bisher, droht ein Totalverlust des Grönland-Eises. Zwar lässt sich nur schwer sagen, wie schnell dies tatsächlich eintreten würde. Klar ist allerdings: Die Umweltsünden von heute sind irreparabel.
TV-Moderator Markus Lanz Im Land von Eis und KälteMan kennt ihn aus dem Fernsehstudio, doch in seiner Freizeit holt TV-Moderator Markus Lanz selbst die Eisbären vor die Kamera. Die Zeugnisse seiner Exkursionen in die Welt von Schnee, Kälte und Robben zeigt er in dem Bildband "Grönland – Meine Reise ans Ende der Welt".