Eisdecke taut auf 97 Prozent der Fläche

26. Juli 2012, 15:02 Uhr

Besorgniserregende Satellitenbilder: Innerhalb von nur vier Tagen sind 97 Prozent der Eisdecke Grönlands von einer Schmelze betroffen. Ein solches Antauen des Packeises gab es zuletzt vor 30 Jahren.

Diese Nasa-Satelliten-Bilder sind besorgniserregend: Sie zeigen das Gletscherschild der arktischen Insel Grönland im Abstand von nur vier Tagen. mehr...

In diesem Zeitraum waren 97 Prozent der gesamten hier weiß dargestellten Eisdecke von der Schmelze betroffen. Zwar ist auch in Grönland ein Antauen des Eises im Juli nichts ungewöhnliches, aber eine so schnelle und breite Gletscherschmelze ist seit 30 Jahren nicht beobachtet worden.

Die Wissenschaftler glaubten zunächst an einen Datenfehler. Doch drei voneinander unabhängige Satelliten bestätigten die Messergebnisse. Selbst am kältesten Ort der Insel schmelze es, so die Forscher. Dies sei das letzte Mal 1889 passiert und komme eigentlich nur alle 150 Jahre vor.

Sollten solche extremen Eisschmelzen öfter vorkommen, ist das Anlass zur Sorge. Der Meeresspiegel könnte ansteigen und ganze Küstenabschnitte verschlucken. Die Wissenschaftler sind sich bislang jedoch nicht sicher, ob es sich nur um ein Naturphänomen oder um eine Folge der Erderwärmung handelt. Schließen