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15. Februar 2008, 14:26 Uhr

Der 103.000-Euro-Hund

In der Vergangenheit arbeitete Lee Byeong Chun im Labor des Klon-Fälschers Hwang. Nun gründete er eine Firma, die gegen Geld Hunde klont. Einen ersten Auftrag gibt es schon: Eine US-Amerikanerin möchte eine Kopie ihres toten Pitbulls.

Mit dem Klonen von Hunden kennt sich Lee Byeong Chun (r.) aus© Picture-Alliance/DPA

Ein südkoreanisches Unternehmen bietet das Klonen von Hunden an. Die Firma RNL Bio erklärte in Seoul, es liege bereits ein erster Auftrag von einer Frau aus Kalifornien vor. Sie wolle ihren toten Pitbull klonen. Der Hund soll ihr das Leben gerettet haben, als sie von einem anderen Hund angegriffen wurde, der ihr einen Arm abriss. Die Kundin habe Gewebe aus dem Ohr ihres Hundes entnommen und bei einer amerikanischen Biotech-Firma aufbewahren lassen, sagte Unternehmenssprecher Kim Yoon.

Die Chance, tatsächlich einen Klon entstehen zu lassen, gab er mit 25 Prozent an. RNL Bio stellt umgerechnet 103.000 Euro für das Klonen in Rechnung. Der Kunde muss allerdings nur zahlen, wenn er auch tatsächlich ein neues Haustier bekommt. Das Team arbeitet unter Führung des Professors Lee Byeong Chun. Er gehörte den Forschern um den wegen gefälschter Forschungsergebnisse entlassenen Universitätsprofessor Hwang Woo Suk an. Es wurde allerdings bewiesen, dass die Gruppe den ersten Hund Klon-Hund der Welt schuf: den Afghanenhund Snuppy. Lee war der Hauptverantwortliche für das Klonen des Hundes. Es gelang ihm später, seinen Erfolg zu wiederholen und auch einen Wolf zu klonen.

Ob der südkoreanische Forscher mit der Firmengründung Erfolg haben wird, ist indes fraglich. In den USA versuchte das Biotech-Unternehmen "Genetic Savings & Clone" mit dem Klonen von Katzen Geld zu verdienen. Obwohl einige Tierbesitzer geklonte Haustiere bestellten und bekamen, wurde die Firma nie rentabel. 2006 machte sie dicht. Das Klonen von Hunden war den Amerikanern nie gelungen.

DPA/bub
 
 
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