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7. Oktober 2004, 11:57 Uhr

Was passiert eigentlich mit dem Reifenabrieb? (Tobias, Madrid)

Silvia aus Athen kennt die unangenehme Wahrheit: "Den Reifenabrieb essen wir und das geht so: Also, in Athen, wo es bekanntlich monatelang nicht regnet passiert folgendes. Sobald ein paar Tropfen Regen fallen, vermischt sich der Reifenabrieb auf der Strasse mit allem Staub und Feuchtigkeit und daraus bildet sich dann ein Film der so glatt ist wie Schmierseife. ... Abhilfe schafft nur ein starker Platzregen, der schwemmt dann den ganzen Dreck ins Meer, wo ihn die Fische zu fressen kriegen, und dann werden die Fische aus dem Meer rausgefischt und wir essen sie. Fazit, wir essen den Reifenabrieb."

Frank, Konstanz

also ich denke mal, dass es sich erstes in staub auflöst und sich überall wie staub ablagert, zweitens die großen "stückchen" landen im graben und drittens vollbremst sich der abrieb in den asphalt...;))

Michael , Pointe à Pitre

Er bleibt, man glaubt es kaum, am Bodenbelag haften.Regen, Hagel, Schnee und Wind entfernen den Abrieb dann wieder. Oder etwa nicht?

Häää aus Wiiiee

Was soll n die Frage???

Neo aus der Matrix

Der Abrieb reibt sich ab.

gut-drunter aus dem harz

durch die kraftübertragung der antriebsräder und den rollwiderstand aller räder am wagen nutzen diese sich mit der zeit ab. der hierbei entstehende reifenabrieb verbleibt natürlich vorerst auf der straße, bis er dort von regen, wind und wetter weggespült/weggeweht wird. kurz gesagt endet der reifenabrieb zusammen mit irgendwelchem staub/dreck als schmutz am straßenrand. MfG aus dem Harz

Christoph Pfaff, Berlin

Der verteilt sich irgendwo in der Umwelt. In einem Projekt des UBA wurde, glaube ich, sogar mal berechnet, dass die Menge der ausgestoßenen Partikel aus Reifenabrieb größer war, als aus Dieselabgasen (ca.1997).

S.Scheppert, Karlsruhe

Du atmest ihn ein, er setzt sich in deiner Lunge ab, Du stirbst, er wird beerdigt.

Oberschröder, Bärlin

Der ist ab sofort gesondert zu versteuern, bis die Türkei in der EU ist.

Reifenabreiber, Kuppenheim

Das ist recht einfach zu beantworten. Der Reifenabrieb wird wiederverwertet, um die Umwelt zu entlasten. Zu diesem Zweck werden neben den betroffenen Straßen für ein paar Tage im Jahr Straßenbahnschienen aufgebaut, über die dann eine elektrische Straßenbahn fährt, die mit Hilfe eines Abriebmagneten den Reifenabrieb ansaugt und neben der Straße als kleine Häufchen ablegt. Dann kommen Arbeiter, sammeln diese Häufchen ein und tun sie in den Gelben Umweltsack, in dem sie dann in ein RAZ (Reifenabriebzentrum) transportiert werden. Danach werden die Schienen wieder abgebaut, eingeschmolzen und tiefgekühlt, das verlängert die Haltbarkeit. Allerdings laufen solche Aktionen so im Verborgenen ab, daß ich einen solchen Putztrupp noch nie gesehen habe.

rsombray, HH

Reifenabrieb besteht aus Gummi und Russ. Gummi ist eine Naturprodukt und auf natürlichen Wege abgebaut. Ebenso ergeht es dem Russ ( Kohlenstoff ).

Stephan, Nizza

Die Gummipartikel werden auf natürliche Weise abgebaut (Kautschuk). Schwermetalle (Zink und Cadmium) sowie Vulkanisationsbeschleuniger belasten allerdings die Umwelt.

PBf, Leuven

Der Abrieb der Reifen ist sehr fein. Feiner noch als der von Radiergummi. Weil Reifen naemlich haerter und zaeher sind als z.B. Radiergummis (jedenfalls wenn die nicht superalt sind) Alles weitere was mit dem Abrieb passiert solle man sich so vorstellen wie auch beim Radiergummi :-) Schauts mal unterm Schreibtisch nach...

Spellfire, Bonn

Der Reifenabrieb bleibt zunächst mal auf der Straße liegen / haften und erhöht die Griffigkeit der Straßenoberfläche. Bei feuchter Straße bildet er dagegen eine rutschige Oberfläche. Durch Regenwasser wird er fortgespült, nimmt seinen Weg durch die Kanalisation und erleidet das gleiche Schicksal wie alle anderen Verunreinigungen in der Kanalisation.

Sebastian Kusatz, Berlin

Der Reifenabrieb landet auf der Straße, auf dem Feldweg. Also überall da, wo man eben langfährt. Ein Extrembeweis ist, wenn man eine Vollbremsung z.B. aus Tempo 80 macht - dann hat man mind. 2 schöne Streifen (Gummiabrieb) auf der Straße hinterlassen. Ganz einfach eigentlich.

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