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14. Juli 2003, 10:05 Uhr

Land in Sicht für Quietsche-Entchen

Nach elf Jahren auf hoher See kommt für einige tausend Gummi-Enten Land in Sicht. Die stark ausgebleichten Tierchen werden in den nächsten Tagen an die nördliche US-Ostküste gespült.

Dieses Quietsche-Entchen schwimmt allein auf hoher See - mehre tausend seiner Artgenossen werden in den nächsten Tagen vor der US-Ostküste erwartet© Corbis

Nach mehr als einem Jahrzehnt auf hoher See kommt für einige tausend Gummi-Enten Land in Sicht. Wie der Ozeanograph Curtis Ebbesmeyer dem britischen "Sunday Telegraph" sagte, werden die stark ausgebleichten Tierchen nach seinen Berechnungen in den nächsten Tagen an die nördliche US-Ostküste gespült.

"Vielleicht hat irgendein Kind sogar schon ein paar aufgesammelt - ohne zu wissen, woher sie kommen", sagte der pensionierte Meereskundler aus Seattle. Die Quietsche-Entchen waren 1992 während eines Sturms zusammen mit anderem Badewannen-Spielzeug von einem Containerschiff auf dem Weg von China in die USA ins Meer gefallen.

Enten sinken nicht

Dank ihrer Reise durch drei Ozeane haben Forscher wichtige Erkenntnisse über die Meeresströmungen gewonnen. Zunächst ging es in den hohen Norden, wo die Enten 1995 für mehrere Jahre im Eis der Bering-Straße eingeschlossen waren. Im Jahr 2000 wurden sie dann vor Island gesichtet, ein Jahr später im Nordatlantik - ungefähr dort, wo die "Titanic" unterging. Die Enten dagegen erwiesen sich als unsinkbar.

Überraschende Qualität

Einen Teil zog es nach Europa, andere tauchten den Angaben zufolge sogar am Strand von Hawaii auf. Nach Darstellung von Umweltschützern zeigt dies, wie lange und wie weit über Bord gegangene Ladung im Meer herumschwimmt. Nach Schätzungen fallen jedes Jahr etwa 10 000 Container ins Meer. Ein Sprecher der Firma, die die Enten hergestellt hat, äußerte sich indessen "überrascht" über die Qualität der insgesamt 29 000 Bade-Artikel. Ein besserer Härtetest sei ja kaum vorstellbar.

 
 
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