Bisher waren Forscher davon ausgegangen, dass die Temperatur an der Erdoberfläche noch in diesem Jahrhundert um 2,4 Grad steigt. Eine aktuelle Studie des renommierten Massachusetts Institute of Technology geht jetzt sogar von einem mehr als doppelt so hohen Wert aus.

Die Temperatur der Erdoberfläche könnte bis zum Jahr 2100 um 5,2 Grad Celsius steigen© Martin Gerten/DPA
Die Auswirkungen der globalen Klimaerwärmung könnten Wissenschaftlern zufolge in diesem Jahrhundert doppelt so stark ausfallen wie bisher angenommen. Die durchschnittliche Temperatur der Erdoberfläche könnte bis zum Jahr 2100 um 5,2 Grad Celsius steigen, ergab eine am Dienstag veröffentlichte Studie des Massachusetts Institute of Technology (MIT) in den USA.
Damit fiele der Temperaturanstieg mehr als doppelt so stark aus wie in einer 2003 veröffentlichten Studie angenommen. Die damalige Untersuchung prognostizierte einen Anstieg von 2,4 Grad Celsius. "Wenn wir nicht handeln, gibt es ein erheblich größeres Risiko als bisher angenommen", sagte der Mitverfasser der Studie, Ronald Prinn. Er forderte umfangreiche politische Maßnahmen gegen den Klimawandel.
Die Veröffentlichung der Studie fiel mit der Ankündigung von US-Präsident Barack Obama zusammen, die hohen Abgasemissionen in den USA deutlich senken zu wollen. Obama will erstmals landesweit geltende Grenzwerte für Autoabgase und den Treibstoffverbrauch einführen. Dadurch sollen bis 2016 insgesamt 1,8 Milliarden Barrel Öl gespart werden.