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6. Januar 2009, 22:26 Uhr
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Bush schafft riesiges Naturschutzgebiet

Überraschende Bekanntgabe aus dem Weißen Haus: US-Präsident George W. Bush erklärt ein Pazifik-Gebiet so groß wie Spanien zum Schutzgebiet. Damit will Bush, der sich bisher eher als Natursünder einen Namen gemacht hatte, seltene Fische und Korallen schützen.

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Seltene Fische und Korallenarten leben in den Gebieten, die George W. Bush von nun an schützen lassen will© Jean Kenyon/NOAA/AFP

US-Präsident George W. Bush hat kurz vor Ende seiner Amtszeit im tropischen Pazifik ein riesiges Naturschutzgebiet von der Größe Spaniens geschaffen. Wie das Weiße Haus am Dienstag mitteilte, handelt es sich um drei neue Reservate mit einer Gesamtfläche von rund 500.000 Quadratkilometern, in denen zahlreiche seltene Fische und Korallenarten leben. In der Region wird künftig Meeresbergbau und gewerbliche Fischerei nur stark eingeschränkt erlaubt sein, hieß es.

Den Angaben zufolge schließen die Reservate den Marianengraben sowie Gewässer um entfernte Pazifikinseln nahe den amerikanischen Samoa-Inseln ein. Unter anderem lebten dort seltene Haiarten und andere Raubfische sowie die Riesenlandkrabbe, hieß es. Bereits 2006 hatte Bush ein rund 350.000 Quadratkilometer großes Gebiet nordwestlich von Hawaii zum Schutzgebiet erklärt.

Wie die "Washington Post" berichtete, spiegelt die Entscheidung kurz vor dem Amtswechsel am 20. Januar den "widersprüchlichen Kurs" Bushs im Umweltschutz wider. Auf der einen Seite habe er in seiner achtjährigen Amtszeit bindende Obergrenzen beim Ausstoß von Treibhausgasen abgelehnt und Meeresgebiete vor den US-Küsten für die Ölförderung geöffnet. Andererseits habe Bush am Ende seiner Amtszeit mehr Meeresschutzgebiete geschaffen als jeder andere Politiker in der Geschichte.

Wie die Zeitung weiter berichtete, habe Vizepräsident Richard Cheney die Einrichtung der maritimen Reservate abgelehnt. Bushs Entscheidung schaffe einen "gefährlichen Präzedenzfall". So müssten demnächst selbst Hobbyfischer in den Schutzgebieten eine Sondergenehmigung für ihre Aktivitäten einholen. Bush habe sich aber über die Einwände seines Vizes hinweggesetzt, hieß es.

DPA
KOMMENTARE (6 von 6)
 
gmathol (07.01.2009, 09:45 Uhr)
Interessanterweise sind all diese Gebiete nuklear verseucht.
Bush ist schon ein Komiker! Im Marianen-Graben haben die USA tausende Tonnen von Nuklear Muell versenkt. Der Rest der Naturschutzgebiete im Pazifik wurde bei US Atomwaffen Tests verseucht.
Nicht komisch. Lieber Stern recherchieren Sie auch mal???
starmax (07.01.2009, 09:43 Uhr)
Wenn der Wolf Kreide frißt...
ist Vorsicht geboten!
Ich sehe, meine Vorkommentatoren sind voll auf der Höhe ! Wir werden den Kerl schon noch vor Gericht zerren - er kann sich nicht auf Dauer verstecken!
gazerbeam (07.01.2009, 08:36 Uhr)
oder besser gesagt...
...eine riesen Insel.
gazerbeam (07.01.2009, 08:34 Uhr)
Altersruhesitz?
Würde mich nicht wundern, wenn er genau in diesem Gebiet ein fettes Grundstück hat und sich einen riesigen Altersruhesitz dort baut...oder haben die Bushs dort das Land vom Erdöl "befreit" und wollen das Land jetzt aufwerten?
Metaphysik (07.01.2009, 07:48 Uhr)
Hoheitsrechte?
Dient die Aktion vielleicht letztlich dazu die Hoheitsansprüche auf das Gebiet abzusichern?
S.H. (06.01.2009, 23:22 Uhr)
So ein Heuchler...
...aber der Natur ist egal, wer das Schutzgebiet eingerichtet hat.
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