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26. November 2007, 15:48 Uhr
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Bruno kommt ins Museum

Mehr als 170 Jahre gab es in Deutschland keine wilden Braunbären, dann wanderte Bruno von Italien über Österreich nach Bayern ein. Weil der Bär aber Nutztiere riss und sich Siedlungen näherte, wurde er schließlich abgeschossen. Nun soll er ins Museum: Kommendes Jahr ist der präparierte Bär voraussichtlich im Münchner Schloss Nymphenburg zu sehen.

Der Braunbär wurde in der Nähe von Nauders in Tirol im September 2005 fotografiert© NEUE Zeitung für Tirol/Jan Hetfleisch/DPA

Vor gut eineinhalb Jahre erlegten Jäger in den bayrischen Bergen den Braunbär Bruno. Nun soll der Bär als ausgestopftes Präparat im Münchner Naturkundemuseum unterkommen. Der neue bayerische Umweltminister Otmar Bernhard kündigte im "Münchner Merkur" (Dienstagausgabe) an, dass die neue Ausstellung mit dem prominenten Bären im Frühjahr 2008 eröffnet werden solle.

"Der Bär soll nicht als Kuscheltier dargestellt werden und auch nicht als brutaler Räuber, sondern zusammen mit anderen Tieren in einem wissenschaftlichen Umfeld", sagte der CSU-Politiker. Im Museum "Mensch und Natur" im Münchner Schloss Nymphenburg sei "der Bär würdig präsentiert", fügte Bernhard hinzu. Die Präparation werde voraussichtlich im Januar abgeschlossen sein.

Um die Überreste des ersten seit über 170 Jahren nach Deutschland eingewanderten wilden Bären hatte es zuvor ein heftiges Tauziehen gegeben. Nicht nur mehrere Museen, darunter das Schlierseer "Bauernhof- und Wintersportmuseum" von Ex-Skistar Markus Wasmeier hatten sich um Bruno bemüht. Auch die italienische Staatsregierun hatte von Bayern die Auslieferung des in Südtirol geborenen Tieres verlangt.

Der Bär mit dem offiziellen Namen JJ1 war am frühen Morgen des 26. Juni 2006 von einem geheimen Jägerkommando erschossen worden. Zuvor hatte das im bayerischen und österreichischen Grenzgebiet umherwildernde Jungtier als "Problembär" Wochen lang Aufsehen erregt, nachdem es zahlreiche Schafe gerissen hatte und in bewohntem Gebiet umhergestreift war. Sein Brudertier JJ3 macht bereits seit Monaten mit ähnlichen Aktionen die Gegend um einen Schweizer Nationalpark unsicher. Die ebenfalls als verhaltensgestört geltende Mutter der JJ-Bären namens Jurka wurde inzwischen zum Schutz der Bevölkerung in Italien in ein Gehege gesperrt

AP
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