Ob Kobra, Springaffe oder Leguan: Allen Schutzbemühungen zum Trotz wächst weltweit die Zahl der bedrohten Arten, wie die aktuelle Rote Liste der Weltnaturschutzunion zeigt.
Die Rote Liste der Weltnaturschutzunion ist ein trauriger Katalog: Wer es in die Auflistung geschafft hat, zählt zu den ausgestorbenen oder gefährdeten Tierarten - wie der in Korea verbreitete Paradiesschnäpper.
Für ihre aktuelle Version hat die Weltnaturschutzunion IUCN 64.000 Tier- und Pflanzenarten untersucht. Fast 20.000 davon seien bedroht, berichtet die Organisation kurz vor Beginn des Umweltgipfels in Rio de Janeiro. Dort treffen sich ab Mittwoch hochrangige Vertreter der Staaten auf dem Rio+20-Gipfel, um über eine nachhaltige Lebensweise zu diskutieren.
Die nun veröffentlichte Version der Roten Liste sei ein Weckruf an die Politiker, sagt die IUCN. Das rasche Absinken der Zahl der Tier- und Pflanzenarten könne die Quellen für Nahrung, Medikamente und sauberes Wasser ebenso gefährden wie die Existenzgrundlage von Millionen Menschen.