Ein schwerer Sturm hat am Dienstag über Deutschland gewütet. Vor allem im Norden tobten orkanartige Böen mit Windgeschwindigkeiten bis zu 180 Stundenkilometern.
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Sturm auch am Hamburger Hafen© dpa
Der Orkan »Anna« ist am Dienstag mit Spitzengeschwindigkeiten von 180 Stundenkilometern über den Norden Deutschlands hinweggefegt und hat mindestens drei Tote gefordert. Es herrschten zum Teil chaotische Zustände: Die Böen deckten Dächer ab, umgestürzte Bäume blockierten zahlreiche Verkehrsverbindungen. In Hamburg wurden zwei Menschen von umstürzende Bäumen erschlagen, in Niedersachsen stürzte ein Baum auf ein Auto, dabei wurde der Fahrer getötet, zwei Kinder in dem Wagen überlebten. In Hannover deckte der Wind ein Dach auf 100 Metern Länge ab, auf der ICE-Strecke Hannover-Hamburg war der Zugverkehr behindert.
Im Laufe des Abends zog das Unwetter, das nach Aussage von Jörg Kachelmann vom Wetterdienst Meteomedia gewaltige Ausmaße hatte, bis zur Ostseeküste. In Berlin und Hamburg schlug das Wetter Kapriolen: Auf Regen, Blitz und Donner folgte im Minutentakt blauer Himmel.
Im schleswig-holsteinischen Elpersbüttel wurden Böen mit Spitzengeschwindigkeiten von 180 Stundenkilometern gemessen, wie Kachelmann sagte. Auch anderorts tobte der Orkan: Auf Amrum wurden 150, auf Sylt 152 und in Kiel 144 Stundenkilometer gemessen. Ab 118 km/h sprechen Meteorologen von einem Orkan.
Der Deutsche Wetterdienst gab eine Unwetterwarnung für ganz Norddeutschland heraus. Der Sturm, der bereits am Vormittag über Niedersachsen und den Niederlanden tobte, erreichte gegen Mittag die Nordseeküste. Doch nicht nur an der Küste, auch im Binnenland wüteten die Böen.