30. August 2008, 10:31 Uhr

Forscher entdecken riesige Affen-Kolonien

Kaum entdeckt, schon gefährdet: Im Dschungel von Kambodscha sind Wissenschaftler völlig unerwartet auf große Kolonien bedrohter Affenarten gestoßen. Doch Naturschützer warnen, dass das fast 800 Quadratkilometer großen Urwald-Areal trotz Kleideraffen und Schopfgibbons Plantagen weichen muss.

Dieser Gelbwangen-Schopfgibbon lebt in einem Zoo©

Die größten bekannten Kolonien der vom Aussterben bedrohten Arten gab es bislang in Vietnam. Dort wurde ihre Zahl auf 600 Kleideraffen und 200 Schopfgibbons geschätzt. Die Organisation fand aber zusammen mit kambodschanischen Wildschützern 42.000 Kleideraffen und 500 Schopfgibbons, und geht davon aus, dass noch mehr Tiere in der Gegend leben. "Das sind die größten bekannten Populationen der Welt", teilte die US-amerikanische "Wildlife Conservation Society" (WCS) mit.

Die Affen leben inmitten eines Schutzgebietes, das erst wenige Jahre existiert: Bis 2002 wurde dort nicht nur Holz geschlagen, sondern auch Jagd auf die Primaten gemacht. Seit die Region unter Naturschutz steht, hat sich der Bestand der Affen offensichtlich erholt. Doch Tom Clemtens von der WCS warnt: "Trotz dieser guten Nachrichten, besteht die Gefahr, dass Teile des Gebiets Plantagen umgewandelt werden."

Die Schwarzschenkel-Kleideraffen (Pygathrix nigripes) haben ihren Namen durch das bunte Fell. Sie sind schwarz-weiß, doch leuchtet ihr Gesicht orange. Sie werden etwa 10 bis 15 Kilogramm schwer. Die Gelbwangen-Schopfgibbons (Nomascus gabriellae) sind kleiner und wiegen sieben bis acht Kilogramm. Der Name stammt von dem ungewöhnlichen Haarschopf der schwarzen Männchen. Die Weibchen können auch gelbliches oder braunes Fell haben.

DPA
 
 
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KOMMENTARE (3 von 3)
 
Swiftmemex (31.08.2008, 03:16 Uhr)
In China essen sie Hunde
Und jede Menge anderes Getier. Da wäre der Fast-Food-Imperialismus der USA mal von Vorteil. Wenn sich die Chinesen mit Hamburgern und Cola vollstopfen, lassen sie vielleicht derlei seltenes Getier in Ruhe. Die aussichtsreichste Möglichkeit besteht wohl darin, ein paar Exemplare für die deutschen Zoos und Tierparks zu besorgen. Eventuell könnte man auch einschlägiges Genmaterial wie Eizellen und Sperma einfrieren um einen ausreichend großen Genpool zu erhalten und spätere Inzucht zu vermeiden. Bittere Ironie. Früher sind sie alle über die Einsperrung von Tieren hergezogen und heute ist es nahezu die einzige Überlebenschance für so manche Spezies. Das ganze ist zwar 'ne DPA-Meldung aber es wäre schön, wenn er Stern mal an dem Thema dran bleibt.
107Summer (30.08.2008, 19:18 Uhr)
Oha!
So wie ich die Spezies Homo Sapiens kenne wird es höchste Zeit, diese Affen schnellstmöglich auszurotten. Business rules, Geld Geld Gled, Jaaaaaa
saulus (30.08.2008, 18:14 Uhr)
Guten Appetit :(
http://www.spiegel.de/video/video-34989.html
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