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7. April 2008, 15:00 Uhr

Krankheitsrisiko Klimawandel

150.000 Menschen sterben schon heute weltweit jedes Jahr an den Folgen der Erderwärmung - darauf hat die Weltgesundheitsorganisation am heutigen Weltgesundheitstag aufmerksam gemacht. Am härtesten trifft es gerade die Länder, die ohnehin schon in Not sind.

Afrikanische Länder werden besonders hart unter den Folgen des Klimawandels leiden© Jacob Wire/DPA

Zum heutigen Weltgesundheitstag und 60. Jahrestag ihrer Gründung hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor dramatischen Gesundheitsfolgen des Klimawandels gewarnt. "Die Tatsache des Klimawandels kann nicht mehr bezweifelt werden", sagte WHO-Generaldirektorin Margaret Chan in Genf. Die Folgen des Klimawandels seien schon heute zu spüren. Extremes Wetter wie Stürme, Überschwemmungen, Dürren und Hitzewellen bedeuteten große Gesundheitsgefährdungen durch die Verbreitung von Krankheit sowie die Zerstörung von Wohnraum und Lebensgrundlagen, warnte Chan.

Es seien die armen Länder, welche die große Last der Klimaprobleme tragen müssten. Dabei nannte sie als konkrete Beispiele jüngste Überschwemmungen in Angola, die zu einer Ausbreitung der Cholera geführt hatten. Chans Stellvertreter David Hayman sprach von einem regelrechten "Meningitis-Gürtel", der Schwarz-Afrika überziehe und der auf größere Trockenheit zurückzuführen sei.

Klimawandel solle im Jubliäumsjahr die oberste Priorität der WHO sein, sagten Vertreter der UN-Organisationen auf weltweiten Veranstaltungen. Als die Organisation 1948 gegründet worden sei, habe ihre Hauptaufgabe darin bestanden, eine ganz elementare Gesundheitsversorgung in einer vom Krieg zerstörten Welt wiederherzustellen, erinnerte Chan. Diese Herausforderungen hätten sich bis heute "tiefgreifend verändert". Die Erderwärmung ist der WHO zufolge jährlich mehr oder weniger direkt für 150.000 Todesfälle und fünf Millionen Krankheitsfälle weltweit verantwortlich. Der Weltklimarat hatte jüngst darauf hingewiesen, dass die Folgen des Klimawandels in armen Ländern am meisten zu spüren sind. Malaria, Cholera, Unterernährung, Hitzeschläge und Pollenallergien drohten immer mehr zuzunehmen.

AFP
 
 
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