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8. Februar 2012, 11:02 Uhr

"Größer ist besser" - aufgrund der starken Konkurrenz zu navigationsfähigen Smartphones warten die aktuellen Navis mit beachtlichen Displays auf.

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Die beste Gesamtnote erzielte das Neo 550 von Falk, das ein 5-Zoll-Display hat. Der kleine Bruder Neo 450 gewann bei den Geräten mit 4,3-Zoll-Display©

Die Konkurrenz für Navigationsgeräte ist groß, denn immer mehr Smartphones sind nun auch navigationsfähig. Der aktuelle Test der Stiftung Warentest zeigt, dass alle 17 getesteten Geräte zu Preisen zwischen 146 und 325 Euro bei der Navigation mit "gut" abschnitten. Insgesamt war das Feld recht eng zusammen, die Spanne der Endnoten reichte nur von 2,2 bis 2,7.

Vor allem Falk glänzte im Test. Ganz vorne liegen gleich zwei Navigationsgeräte des Unternehmens, die beide mit ihrer guten Handhabung überzeugten. Bei den Geräten mit einer Displaydiagonale von 5 Zoll (12,8 Zentimeter) das Falk Neo 550 für 225 Euro, bei den Geräten mit 4,3 Zoll (10,9 Zentimeter) Diagonale das preisgünstige Falk Neo 450 für 177 Euro.

Navigieren ohne Fehl und Tadel

Anders als noch vor einigen Jahren sind alle Navis beim Navigieren ohne größeren Fehl und Tadel. Die Anzeigen auf dem Display sind deutlich, die Ansagen im Gegensatz zu früheren Tests laut genug. Lediglich Becker Active 50 und Navigon 42 Premium bewerteten die Tester bei der Ansage der Fahrempfehlungen nur als "befriedigend". So sagt beispielsweise das Gerät von Becker Abzweigungen manchmal etwas spät an.

Die Navigationsgeräte sind auch merklich schneller geworden. Für die notwendige Kontaktaufnahme zu den Satelliten brauchen die meisten Geräte aus dem Standbybetrieb weniger als 10 Sekunden. Das Garmin nüvi 2460LMT braucht für die Ortung seiner Position sogar nur 3 Sekunden. Mit 28 Sekunden deutlich behäbiger ist das Schlusslicht TomTom Start 25. Für die Berechnung einer langen Strecke braucht das Garmin nüvi 2460LMT nur 8 Sekunden, während das Becker Active 50 29 Sekunden benötigt. Dies gilt jedoch nur für Überlandstrecken, bei anderen ist das Becker Active 50 merklich schneller.

Schwächen bei der Bedienung

Eine einfache Bedienung ist den Nutzern oft sehr wichtig. In diesem Bereich schneiden allerdings nur drei Geräte "gut" ab, die beiden Falk-Geräte und das Navigon 72 Premium. Durch eine fehlende Gebrauchsanleitung sind die TomToms Go Live 820 Europe und Start 20 Europe Traffic in diesem Punkt nur "ausreichend". Die beste Sprachsteuerung hat das Garmin zu bieten, auch eine kostenlose Aktualisierung der Karten für die Lebensdauer der Modellreihe LMT ist dabei.

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Bei Garmin-Geräten mit dem Zusatz LMT - hier das nüvi 3490LMT - sind die Kartenupdates im Preis inbegriffen©

Über ein anderes Angebot verfügen die drei Navigationsgeräte der TomTom-Go-Live-Serie und das Garmin nüLink! 2390. Sie bieten sogenannte Live-Dienste, die aktuelle Stauwarnungen über das Handynetz auf das Gerät spielen. Dieser Dienst ist jedoch nur für die Probezeit von ein bis zwei Jahren kostenfrei. Alle anderen Geräte verwenden die Verkehrsdienste TMC oder TMCpro.

Fazit

Falk überzeugt mit der besten Handhabung, Garmin liefert mit lebenslangen kostenlosen Kartenabos und guter Spracherkennung interessante Kaufargumente. TomTom punktet mit aktuellen Live-Diensten, kann die Tester bei Handhabung und Schnelligkeit aber nicht so überzeugen wie die Konkurrenz

Alle Informationen über den Test Navigationsgeräte unter www.test.de/navi und in der Zeitschrift "test" 2/2012

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