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Er entwickelte maßgeblich das Verfahren zur künstlichen Befruchtung mit und erhielt dafür 2010 den Medizin-Nobelpreis. Jetzt ist der britische Forscher Robert Edwards im Alter von 87 Jahren gestorben.
Sex ist für die Entstehung neuen Lebens nicht nötig. Man nehme stattdessen: Sperma, Eizelle und ein Reagenzglas. Diese Nachricht sorgte vor 25 Jahren für Wirbel, als die Geburt des ersten deutschen Retortenbabys kurz bevorstand.
Vor 75 Jahren hatten die Nationalsozialisten in Coburg erstmals in Deutschland die Stimmenmehrheit in einem Parlament erreicht. Danach verwandelten sie die Stadt in ein "Reagenzglas" zur Erprobung der Methoden für ihre "Machtergreifung".
Wissenschaftlerinnen des Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge haben in einem gläsernen Bioreaktor Gewebestücke (»patches«) aus Herzzellen gezüchtet.
Schwämme können heilen helfen. Das haben Forscher entdeckt. Die Lebewesen mit der löchrigen Gewebestruktur produzieren eine Vielzahl von Substanzen, die medizinisch wirksam sind.
Stoffe aus unserer Umwelt sollen für Allergiker sicherer werden. Bisher konnte man das nur mit Tierversuchen testen. Doch Alternativen sind in Sicht.
Paare mit schweren Erbkrankheiten sollen künftig unter bestimmten Voraussetzungen im Reagenzglas erzeugte Embryonen genetisch untersuchen lassen können.
Eine fraktionsübergreifende Gruppe von Parlamentariern will Gentests an Embryonen aus dem Reagenzglas doch noch legalisieren. Ihr Gesetzentwurf sieht eine begrenzte Zulassung vor. Doch auch ein Verbot hat starke Fürsprecher.
Ob in der Krebstherapie oder bei der vorgeburtlichen Diagnose: Gentests kommen immer häufiger zum Einsatz. Sogar über das Internet werden sie mittlerweile angeboten - doch das birgt Risiken.
Weil Robert Edwards die Befruchtung im Reagenzglas entwickelte, verlor die Diagnose "ungewollt kinderlos" einigen Schrecken. Seine Ideen musste der Brite aber gegen starken Widerstand durchsetzen.
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