China hat die mit 2298 Kilometern weltweit längste Strecke für Hochgeschwindigkeitszüge in Betrieb genommen. Der Superzug brauchte dafür nur acht Stunden.
China hat die mit 2298 Kilometern weltweit längste Strecke für Hochgeschwindigkeitszüge in Betrieb genommen. Das Fernsehen zeigte die Abfahrt des ersten Zugs von Pekings Westbahnhof und dessen Ankunft in der Stadt Kanton etwa acht Stunden später. Mit dem 300 Stundenkilometer schnellen Zug demonstriert das Land auch Fortschritte seiner selbst konstruierten Technologie.
Auf dem Weg von der chinesischen Hauptstadt in die Finanzmetropole im Süden des Landes hielt der Zug in vier Städten. Der erste Zug in die Gegenrichtung verließ eine Stunde nach dem Start des Premieren-Zugs den Bahnhof in Kanton. Für die Verbindung hatten Passagiere bislang 22 Stunden gebraucht. Eine Fahrt auf der neuen Strecke kostet etwa 865 Yuan (gut 105 Euro) in der zweiten Klasse. Nach staatlichen Medienberichten wurde als Starttermin bewusst der Geburtstag von Mao Tse-tung am 26. Dezember gewählt.
Die fast 3000 Kilometer lange Route wurde mit dem Ausbau eines letzten Streckenabschnitts zwischen Peking und der Stadt Zhengzhou freigegeben. Auf dem Rest der Strecke war der Hochgeschwindigkeitsverkehr schon früher in Dienst gestellt worden.