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28. Dezember 2009, 12:42 Uhr

Roboter-Kolibri schafft 30 Flügelschläge pro Sekunde

Einen Kolibri-Roboter hat der japanische Wissenschaftler Hao Liu präsentiert. Der kleine Flieger könnte in Zukunft helfen Verschüttete zu finden. Oder auf fernen Planeten zum Einsatz kommen.

Kolibri, Roboter, Robotik

Rund 1,5 Millionen Euro hat die Entwicklung des Kolibri-Roboters gekostet© Yoshikazu Tsuno/AFP

Der japanische Wissenschaftler Hao Liu hat nach eigenen Angaben den ersten fliegenden Kolibri-Roboter entwickelt. Das Gerät hat einen winzigen Motor und vier kleine Plastikflügel, die pro Sekunde bis zu 30 Schläge schaffen. Der Kolibri wird über Infrarot ferngesteuert und kann Kurven und Schleifen in der Luft fliegen und seine Höhe verändern. "Es ist einfacher, einen riesigen Roboter zu konstruieren", sagte Liu von der Universität Chiba nahe Tokio. "Einen Miniaturroboter zu bauen ist schwierig und erfordert besondere Kompetenzen."

Der Roboter entspricht mit zehn Zentimetern Länge und einem Gewicht von nur 2,6 Gramm im Nachbau vielen echten Kolibriarten. Der 46-jährige Forscher Liu will den Roboter demnächst mit einer kleinen Kamera ausstatten. Theoretisch könnt er einmal beim Aufspüren verschütteter Menschen helfen - oder bei einer Marsmission zum Einsatz kommen. Die Entwicklung des Kolibri-Roboters kostete rund 200 Millionen Yen (etwa 1,52 Millionen Euro).

AFP
 
 
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