Schief stehende Zähne sehen oft unschön aus. Doch sie können auch krank machen: wenn Kauen, Schlucken und Zähneputzen schwierig werden. Dabei können Fehlstellungen einfach korrigiert werden - auch bei Erwachsenen.

Durch Zahnlücken kann man prima pfeifen. Doch manchmal schaden sie dem Kiefer© Kevin R. Morris/Corbis
Kaum ein Mensch hat von Natur aus ein perfektes Gebiss. In fast jedem Mund stehen einige Zähne gekippt, verdreht, zu eng oder an falscher Stelle. Allein 70 Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland tragen eine Zahnspange. In den kommenden Jahren werden es noch mehr werden, schätzen Experten.
Quer stehende Zähne und eine falsche Kieferstellung können angeboren sein. Oft lassen sie sich jedoch auf bestimmte Verhaltensweisen in der Kindheit zurückführen: Lutscht Ihr Kind gern am Daumen oder nuckelt es zu lange an Schnullern, bekommt es später möglicherweise Probleme durch schief stehende Zähne.
Etwa 40 Prozent der Zahnfehlstellungen entstehen durch äußere Einflüsse. Dazu gehört auch schlechtes Zähneputzen in der Kindheit. Denn die Milchzähne halten den Platz frei für die nachwachsenden Beißer. Fallen die Milchzähne zu früh aus, weil sie faul waren, wachsen die ersten bleibenden Backenzähne im Kiefer falsch ein und nehmen ihren späteren Nachbarn den Platz weg.
Stehen die bleibenden Zähne zu eng beieinander, wird das Putzen schwierig. Wenn auch Zahnseide nicht zwischen die engen Lücken kommt, siedeln sich dort Bakterien an. Die möglichen Folgen: Karies und Paradontitis entstehen.
Nina Buschek