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#ImNoAngel-Kampagne des Labels Lane Bryant: Mit Kurven gegen die Konkurrenz

Fülligere Frauen, die für Unterwäsche werben? Gibt es nach wie vor viel zu selten. Das US-Label Lane Bryant startet nun eine Kampagne mit Plus-Size-Models - und stichelt gegen Victoria's Secret.

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Rutscht rüber, Behati und Lily, jetzt kommen Ashley und Candice: Die beiden Plus-Size-Models sind - neben vier weiteren
Kolleginnen - die Stars der neuen Kampagne des amerikanischen Dessouslabels Lane Bryant. Unter dem Slogan #ImNoAngel feiert die Wäschemarke die weiblichen Kurven und kritisiert die Magermodels des Konkurrenten Victoria's Secret. Das New Yorker Label hatte zuletzt viel Kritik einstecken müssen, weil es mit dem Slogan "The Perfect Body" und dürren Models wie Behati Brinsloo oder Lily Aldridge warb. Der Shitstorm war so groß, dass Victoria's Secret den Slogan am Ende sogar änderte: Statt "The Perfect Body" hieß es nun "A Body For Every Body". Glaubwürdig war die Kampagne trotzdem nicht.

Das Label Lane Bryant, das nicht nur Dessous, sondern auch Kleidung in Übergrößen vertreibt, stellt es da schlauer an. Die Firma mit Sitz in Florida engagierte mit Ashley Graham und Candice Huffine zwei der bekanntesten Plus-Size-Models der Branche. Graham war das erste Übergrößen-Model, das für die Bademoden-Ausgabe der "Sports Illustrated" werben durfte, Huffine ziert den diesjährigen Pirelli-Kalender - beides sonst absolutes Terrain für Victoria's-Secret-Models.

Das Duo Salt 'n' Pepa (M.) und die sechs Plus-Size-Models bei der Präsentation der Kampagne

Das Duo Salt 'n' Pepa (M.) und die sechs Plus-Size-Models bei der Präsentation der Kampagne

Zur Vorstellung der Kampagne in New York engagierte Lane Bryant die Sängerinnen Sandra Denton und Cheryl James, besser bekannt als Salt 'n' Pepa. Die beiden Amerikanerinnen haben nicht nur kräftige Stimmen, sondern auch Kurven und passen somit perfekt als Botschafterinnen der Marke. Gemeinsam mit den sechs Models performten Salt 'n' Pepa auf einem Bus, der mit dem Werbemotiv verziert war.

Im Internet stößt die Kampagne auf geteilte Reaktionen. Zahlreiche Frauen folgen dem Aufruf des Wäscheherstellers und posten unter dem Hashtag #ImNoAngel Fotos von sich.

Es gibt jedoch auch kritische Kommentare, die dem Dessouslabel vorwerfen, schlanke Frauen zu diskriminieren. Damit sei Lane Bryant keinesfalls besser als Victoria's Secret, die ausschließlich auf dünne, durchtrainierte Models setzen.

Lane Bryant hat via Twitter auf die Vorwürfe reagiert und sendet eine deutliche Botschaft: Schönheit ist keine Frage des Körpergewichts. Diese Einstellung sollte auch für einen Weltkonzern wie Victoria's Secret gelten.

jum