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Riester-Rente: Darf’s etwas mehr Förderung sein?

Bei der Riester-Rente spart der Staat mit. Gut zu wissen: Ab 2018 steigen die staatlichen Zulagen-, und die Rente im Alter wird besser geschützt. Das kann Riestern für viele Sparer interessanter machen.

Mit Kindern lohnt sich Riestern erst recht.

Mit Kindern lohnt sich Riestern erst recht.

Staatliche Zulagen, Steuervorteile, Kapitalschutz – die Riester-Rente bietet Sparern vieles, was sie sich für die Altersvorsorge wünschen, auch wenn sie erst ab 60 ausbezahlt wird und versteuert werden muss. Das Prinzip ist einfach: Sie legen Geld fürs Alter zurück, und der Staat legt etwas obendrauf. Und von 2018 an wird das Riestern noch interessanter: Die staatliche Zulage steigt um 21 Euro auf 175 Euro jährlich. Ob Sie das Geld beispielsweise in Versicherungen oder Fonds investieren, entscheiden Sie allein. Ihr eingezahltes Kapital ist zum Rentenbeginn in jedem Fall geschützt. Sie können aber auch ein Riester-Darlehen nutzen mit dem Ziel, Ihren Hauskredit schneller zu tilgen.

Höhere Zulagen

Die Zinsen sind niedrig und könnten es noch einige Zeit bleiben. Davon sind auch viele Riester-Verträge betroffen. Umso wichtiger wird die staatliche Förderung. Ein Beispiel: Wenn ein Ehepaar mit zwei Kindern riestert, kann es vom Staat künftig bis zu 950 Euro an Zulagen erhalten – Jahr für Jahr. Je 175 Euro gibt es für die Ehepartner und je 300 Euro für jedes ab 2008 geborene Kind. Die Kinderzulage ist ans Kindergeld gekoppelt. Angenommen, beide Sprösslinge erhalten 20 Jahre lang Kindergeld, dann beteiligt sich der Staat allein in dieser Zeit mit bis zu 19.000 Euro an der Riester-Vorsorge. Diese Summe wirkt wie eine zusätzliche Rendite, während das klassische Sparbuch derzeit kaum noch Zinsen abwirft.

Um die volle Zulage zu erhalten, müssen Sie einen bestimmten Beitrag leisten. Nehmen wir einen Ehepartner aus der Beispielfamilie: Kommt er auf ein Brutto-Jahresgehalt von 42.000 Euro, liegt sein Beitrag bei 1.680 Euro. Das sind 4 Prozent seines Einkommens. Der nicht erwerbstätige Partner zahlt einen Sockelbeitrag von 60 Euro. Die Beispielfamilie muss also insgesamt 1.740 Euro im Jahr zurücklegen. Zieht man die Zulagen von 950 Euro ab, sinkt der Eigenbeitrag auf nur noch 790 Euro. Anders ausgedrückt: Für jeden Euro, den die Familie selbst in ihren Riester-Vertrag einzahlt, erhält sie bis zu 1,20 Euro von Vater Staat.

Mit maximaler Förderung in die Zukunft fahren.

Mit maximaler Förderung in die Zukunft fahren.

Besserer Vermögensschutz

Kritiker bemängelten an der Riester-Rente bisher, dass sie auf eine mögliche Grundsicherung angerechnet werden konnte. Ausgerechnet Geringverdiener riskierten dadurch, dass ihre Spargroschen im Alter direkt an den Staat zurückflossen. Das wird nun anders: Ab 2018 sind freiwillige Zusatzrenten bis 202 Euro monatlich anrechnungsfrei. Wer Grundsicherung bezieht, kann also künftig eine Rente bis zu dieser Höhe behalten.

Die Kinderzulagen machen es speziell für Familien interessant zu riestern. Einen Riester-Vertrag können Sie aber auch dann abschließen, wenn Sie keine Kinder oder ein höheres Einkommen haben. Denn Beiträge von bis zu 2.100 Euro jährlich lassen sich möglicherweise steuerlich absetzen. Sie müssen sie lediglich in Ihrer Steuererklärung angeben. Das Finanzamt stellt dann fest, ob die erzielbare Steuerersparnis höher ist als die gewährten Riester-Zulagen. Falls ja, zahlt es den Differenzbetrag zurück.

Um in Sachen Altersvorsorge auf Nummer sicher gehen zu können, analysieren Sie Ihre Finanzsituation ganz einfach online und Sie erhalten einen Finanzfahrplan, zum Beispiel mit dem kostenlosen FinanzCheck der Deutschen Bank. 

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