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Elektromobilität Porsche präsentiert seinen elektrischen Taycan in 63 neuen Farbtönen

Porsche Taycan auf einer Waldstraße
Der neue Porsche Taycan besticht neben seiner Farbenfröhlichkeit vor allem durch eine verbesserte Batterieladezeit und Reichweite
© Pontus Lundahl/TT / Picture Alliance
Porsche verpasst dem Taycan eine Modellpflege und verbessert die Reichweite des Elektroautos um 25 Kilometer. Weitere Neuigkeiten sind eine schnellere Ladezeit der Batterie und viele verschiedene neue Lackfarben. 

Der baden-württembergische Autobauer Porsche präsentiert seinen elektrischen Taycan ab dem kommenden Jahr in 63 verschiedenen Farbtönen. Ein besonderes Highlight: Der Porsche Taycan ist nach der Modellpflege auch in Sternrubin zu haben. Porsche verweist bei dieser Lackierung auf den begehrten Klassiker 911 der Modellreihe 964, der genau in diesem Farbton zu haben war. Beim Lack des Taycan nimmt Porsche mit dem Modelljahr 2022 den Deckel von einigen Farbtöpfen und lässt dem Gestaltungswillen der Käufer fast freien Raum. Schon bei der Konfiguration des Stromers kann man sich durch die Farbpalette klicken und das Auto beispielsweise auch in "Acidgrün" bestellen. 

Porsche verbessert Reichweite leicht

Der Porsche Taycan kommt mit einer Batterieladung nun bis zu 25 Kilometer weiter. Die Zusatzkilometer kommen durch eine Optimierung des Pulswechselrichters beziehungsweise der Leistungselektronik des Motors zustande. Der Hebel, den die Porsche-Ingenieure ansetzten, ist die Ansteuerung der Halbleiter. Beim verbesserten Taycan wird der Antrieb binnen 100 Mikrosekunden abgekoppelt und genauso schnell wieder in Betrieb genommen. Während des Fahrens im Teillastbereich verabschiedet sich die Vorderachse komplett vom Vortrieb und beim Segeln oder Stillstand schließt sich die Hinterachse ihr an. Die Möglichkeit, den Antriebsstrang so zu perfektionieren, kommt durch verbesserte Software-Algorithmen zustande. "Wir haben einiges dazugelernt und optimieren den Antriebsstrang jetzt dementsprechend", erklärt Antriebsexperte Klaus Rechberger.

Das ist aber noch nicht alles. "Wir haben die Robustheit des Schnellladens verbessert", sagt Klaus Rechberger. Um das zu bewerkstelligen, muss die Batterie möglichst schnell in ihren Wohlfühlbereich gebracht werden, der sich beim Schnellladen bei mehr als 35 Grad befindet. Um die Batterie dementsprechend zu konditionieren, wird sie durch das Fahrzeug vorgeheizt und hat, sobald man bei der Ladesäule andockt, die optimale Temperatur und legt sofort mit der maximalen Ladegeschwindigkeit los. Um die perfekte Temperatur zu kreieren, wird die vorhandene Verlustwärme, die die Antriebe und die verschiedenen Komponenten produzieren, genutzt. "Die Batterie muss man behandeln wie einen Augapfel", macht Klaus Rechberger klar.

Nicht nur die Ladegeschwindigkeit erhöht sich, sondern auch der Bereich, in dem dieser gehalten wird. Wenn man sich eine typische Ladekurve bei einem Elektroauto vor Augen führt, ist das Plateau mit dem höchsten Ladetempo jetzt länger. Das bedeutet aber nicht, dass das Stromtanken von fünf bis 80 Prozent SoC (State of Charge/Batterieladung) an einer 800 Volt schneller als die bisher genannten 22,5 Minuten dauert, sondern dass dieser Wert auch unter nicht idealen Bedingungen realisiert werden kann. "Diese Zeit wird jetzt nicht mehr im sogenannten Bestpunkt erreicht, sondern sind für den Kunden tatsächlich robust erlebbar. Das ist der wesentliche Punkt", so Klaus Rechberger. Porsche plant den Taycan in Zukunft weiter zu verbessern. "Gerade beim Elektroantrieb zählt jedes Watt", so der Techniker.

Einparkassistent auf dem Smartphone

Die Tüftelei geht also weiter. Ein weiteres Highlight beim überarbeiteten Taycan hat nichts mit dem Laden oder den Elektromotoren zu tun, sondern erleichtert dem Fahrer das Ein- und Ausparken in Längs- und Querparklücken. Das geschieht nämlich per Auto-Pilot mit dem Smartphone, ohne dass der Fahrer hinter dem Lenkrad sitzen muss. Apropos Smartphone: Auch Besitzer eines Handys mit Android Smartphones können dieses jetzt in das Infotainment des Porsche Taycan integrieren.

Porsche Taycan

Sehen Sie im Video: Wie gut fährt sich der Porsche Taycan im Alltag? Zehn Testerinnen und Tester tauschen ihren Verbrenner gegen ein E-Auto. In einem Videotagebuch halten sie ihre Erfahrungen fest.

jus pressinform

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