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Fahrbericht: Chevrolet Silverado High Country Luxus fürs Grobe

Chevrolet Silverado High Country 5.3 V8
Chevrolet Silverado High Country 5.3 V8
© press-inform - das Pressebuero
Wer in den USA ein perfektes Auto für den turbulenten Alltag sucht, der schaut sich oftmals die mächtigen Fullsize Pick Ups an. Eines der meistverkauften Modelle ist seit Jahrzehnten der Chevrolet Silverado. Den gibt es als High Country Version auch besonders edel – sozusagen eine S-Klasse fürs Grobe mit Sternenbanner auf der Haube.

Der Chevrolet Silverado ist ein absoluter Bestseller. Allein am übermächtigen Konkurrenten Ford F-150 kommt der General- Motors-Ableger seit Jahrzehnten nicht vorbei. Beliebt sind nicht nur die Arbeitstiere und Einstiegsmodelle mit dem 2,7 Liter großen Turbo-Sechszylinder oder die besonders sparsamen Dieselversionen. Wer den rechten Silverado für den eigenen Gebraucht sucht, der träumt oftmals vom Topmodell High Country. Mit seinem 5,3 Liter großen Achtzylinder-Sauger ist der Chevrolet Silverado High Country die perfekte Symbiose aus Geländewagen, Arbeitstier und Luxusmodell.

So breit wie das Kundenspektrum ist auch die Preisliste des Chevrolet Silverado. Mit dem 2,7 Liter großen V6-Basisbenziner geht es aktuell bei rund 36.000 US-Dollar los. Der 5,89 Meter lange High Country ist mit mehr als 65.000 US-Dollar beinahe doppelt so teuer und wird allein noch vom Offroad-Sportler, dem Silverado ZR2 mit mehr als 70.000 Dollar Basispreis übertroffen. Für den standesgemäßen Antrieb des High Country sorgt ein 5,3 Liter großer Achtzylinder, der in seiner kleinen Ausführung 265 kW / 355 PS und ein maximales Drehmoment von 518 Nm leistet. Keine grandiosen Leistungsdaten für acht Brennkammern mit entsprechendem Volumen, doch das Ecotec-Triebwerk der dritten Generation ist ohne Aufladung unterwegs und setzt in erster Linie auf Laufruhe, Durchzug und souveränen Vortrieb. Wer mehr will, kann auf den 6,2 Liter großen Achtzylinder mit 420 PS wechseln. Doch ausreichend motorisiert ist der US-Koloss mit der offenen Ladefläche allemal als 5,3-Liter-V8. Die Motorleistung wird über eine moderne Zehngangautomatik an beide Achsen übertragen. Spezielle Fahrprogramme sorgen für den perfekten Vortrieb im Gelände oder mit einem Anhänger, auf dem sich Last, Boot oder Unterkunft befinden. Der Fahrer kann jederzeit manuell über Schaltpaddel am Lenkrad in die Gangwahl eingreifen; zum Beispiel, wenn es stark bergab gehen sollte.

Wer meint, mit einem derart üppig dimensionierten Pick Up könnte man keinen Fahrspaß empfinden, irrt gewaltig. Auf die überaus bequemen Hochsitz - edel beledert, voll klimatisiert und vielfältig verstellbar – hat man einen perfekten Blick über die Fahrbahn und die Geschehnisse rund um das luxuriöse Nutzfahrzeug amerikanischer Bauart. Und sollte der normale Blick einmal nicht reichen oder man keinerlei Informationen auf dem Head-Up-Display oder den beiden großen Digitalanzeigen hinter dem Lenkrad oder in der Mitte der Armaturentafel ablesen wollen, dann bleiben einem noch die Kameras rundum. In der Enge von Verkehr oder Bebauung helfen sich nur der digitale Rückspiegel, den Chevrolet auf Wunsch nunmehr in allen seinen Fahrzeugen verbaut, sondern auch die Kamerabilder auf dem zentralen 13,4-Zoll-Bildschirm über der verbliebenen Schalterleiste. Überhaupt geht General Motors und speziell Chevrolet mit seinem Silverado einen anderen Bedienweg als viele Wettbewerber. Für die wichtigsten Funktionen gibt es direkte Schalter, um nicht auf den Touchscreen oder gar tieferliegende Bedienmenüs wechseln zu müssen. Fraglos old school, aber ebenso einfach form follows function.

Das Platzangebot im Innern ist Dank des 3,74 Meter langen Radstandes mehr als üppig. Die elektrischen Ledersitze sind breit, der Innenraum ebenso und scheinbar überall verbergen sich praktische Ablagen und Fächer. Dabei ist die Mittelkonsole mit Becherhaltern, Getriebewählhebel, Armauflage und Ladestation für das eigene Smartphone so breit, dass man hierauf beinahe einen Kindersitz unterbringen könnte. Im Fond ist das Platzangebot kaum kleiner und wenn es sein muss, kann man Gepäck, Personen oder Transportgüter jeglicher Art auch auf der Ladefläche unterbringen, die in zwei Längen verfügbar ist. Ein Pick Up wie der Chevrolet Silverado ist einer für alle Gelegenheiten und Umstände. Viele nutzen ihn nicht nur für die Fahrt ins Büro oder zum Abendessen, zum Wochenendhaus in den Bergen oder zu den schier unendlichen Freizeitaktivitäten. Hier werden viele das Komfortniveau des auf Wunsch adaptiven Fahrwerks zu schätzen lernen und sich schnell mit dem gelungenen Paket aus Antrieb, Bremsen, Lenkung und variabler Dämpferabstimmung anfreunden. Allein bei Querfugen schüttelt es die Insassen mächtig durch.

Der Silverado High Country macht seinem Namen durchaus Ehre und ist auch im Gelände eine starke Nummer – besonders wenn man ihn mit dem optionalen Offroadpaket ausstattet, das unter anderem Schutzplatten, Zusatzscheinwerfer und eine Bergabfahrhilfe umfasst. Wählbar sind zudem verschiedene Achsübersetzungen, die sich auf das Zugvermögen des Luxuslastesels auswirken, das bei maximal 5,1 Tonnen liegt. Praktisch sind insbesondere die elektrische Multiflex-Heckklappe, ausfahrbare Trittbretter oder der Schutzüberzug für die Ladefläche, die den Preis des an sich komplett ausgestatteten Chevrolet Silverado 5.3 V8 High Country an die 75.000-Dollar-Grenze drücken.

pressinform

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