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Kaufberatung Audi A5 - diese Schöheit ist kein Biest

Audi A5 Coupé / Baureihe T8
Audi A5 Coupé / Baureihe T8
© press-inform - das Pressebuero
Wieso Audi so lange keinen echten Konkurrenten gegen das BMW 3er Coupé, einen Mercedes CLK oder das E-Klasse Coupé hatte, weiß so recht heute niemand mehr. Fest steht, der Audi A5 wurde gerade in Sachen Design zu einem großen Wurf für die Ingolstädter. So langsam wird der schöne Zweitürer auch auf dem günstigen Gebrauchtwagenmarkt interessant. Wer will, bekommt ihn auch als Viertürer oder schickes Cabriolet.

Als der Audi A5 als Coupé im Frühjahr 2007 auf dem Genfer Autosalon vorgestellt wurde, feierte ihn die Öffentlichkeit als echten Schönling. Endlich hatten die Ingolstädter einen echten Gegner, der gegen die Konkurrenz aus München und Stuttgart bestehen konnte. Coupés hatte es bei Audi zwar immer wieder gegeben, doch so erfolgreich wie bei BMW oder gar bei Mercedes waren die Audi-Zweitürer mit dem elegant auslaufenden Heck bisher nie so recht gewesen. Das sollte sich ab 2007 / 2008 ändern, denn selbst die Wettbewerber mussten anerkennen, dass der Audi A5 mit der internen Bezeichnung T8 – zunächst nur als zweitüriges Coupé angeboten – sich optisch wie technisch mehr als sehenlassen konnte. Zwei Jahre später baute Audi seinen A5 zur Familie aus, indem man eine Cabrioversion mit elektrischem Stoffdach und ein viertüriges Coupé mit Namen A5 Sportback nachlegte.

In der zweiten Hälfte des 2000er Jahre standen die ebenso sparsamen wie drehmomentstarken Dieselmodelle hoch im Kurs. Das macht sich auch beim A5 bemerkbar. Wer damals keinen Audi A5 3.0 TDI Quattro wollte, der schielte zumeist zu den Sportversionen S5 und RS5 herüber. Das macht die Suche auf dem Gebrauchtwagenmarkt heute nicht einfacher, denn die Dieselmodelle sind trotz unbestrittener Stärken längst zu Ladenhütern geworden und ohne eine grüne Plakette geht ohnehin gar nichts mehr. Viele A5-Modelle werden auch von den beiden kleineren Selbstzündern mit 2,7 und 2,0 Litern angetrieben. Die günstigsten A5-Modelle auf dem Markt sind zumeist mit dem zwei Liter großen Turbovierzylinder ausgestattet, der wahlweise 180, 211 oder 224 PS leistet. Für einen souveränen Coupévortrieb sind das nicht allzu viel und um den Fronttriebler sollte man bestenfalls einen Bogen machen, wenn der eigene A5 ein cooler Klassiker mit Werterhalt sein soll. Das gilt mehr denn je für den noch kleineren Bruder Audi A5 1.8 TFSI, der zumeist mäßige 125 kW / 170 PS leistet und für ein schickes Coupé doch etwas wenig des Guten ist. Das gilt auch für die Ausstattung, denn der Audi A5 ist als 1,8-Liter-Vierzylinder mit 118 kW / 160 PS beziehungsweise 125 kW / 170 PS oft eine Sparversion ohne großes Navigation-- / Soundsystem, elektrische Ledersitze, Klimaautomatik oder Xenonlicht. Finger weg von der stufenlosen Multitronic, die anfällig ist und der Fahrfreude nicht zuträglich.

Genau diese Ausstattungsdetails sind für ein schickes Coupé jedoch das absolute Minimum. Die Audi A5 2.0 TFSI mit mäßiger Ausstattung kosten aus dem Jahre 2008 / 2009 mit weniger als 120.000 Kilometern unter 12.000 Euro – ein guter Preis für ein Klasse-Auto – wenn einen vier Zylinder, Handschaltung, Frontantrieb und Halogenscheinwerfer glücklich machen. Die Allradversionen kosten schlagen mit rund 1.500 bis 2.500 Euro mehr zu Buche und sind durchweg begehrter. Wer sich doch für einen der beiden Vierzylinder-Turbos entscheidet, sollte mehr denn je auf die Wartungshistorie achten. Beide Triebwerke haben bisweilen mit einem stattlichen Ölverbrauch zu kämpfen – gerade wenn Inspektionen ausgelassen wurden, ein Risiko. Aufpassen heißt es auch beim Thema Steuerkette, die Probleme bereiten kann, wenn der Wagen allzu oft in der Innenstadt auf Kurzstrecken unterwegs war.

Solide oder spritzig

Die Allradversionen ohne Dieselaggreat sind oftmals die frühen Audi A5 3.2 FSI, dessen Sechszylinder-Sauger zwar kein Wunder an Drehfreude ist, jedoch in der Kombination mit Getriebeautomatik und Allradantrieb eine gute Wahl für ein souveränes Mittelklassecoupé, das ernsthaft gegen BMW 3er Coupé und Mercedes CLK / E-Klasse Coupé bestehen will. Die 3.2 FSI Quattro Tiptronic starten mit unter 100.000 Kilometern bei rund 16.000 Euro und bieten mehr Autos fürs Geld. Der 265 PS starke Sechszylinder ist nicht so spritzig wie der Vierzylinder-Turbo mit zwei Litern, der im Laufe der Jahre auf 224 PS erstarkte und verbraucht im Alltag deutlich mehr. Unter zwölf Litern ist bei standesgemäßer Fahrweise wenig zu machen. Generell ist die Tiptronic als Wandlerautomatik bei älteren Modellen weniger anfällig als die Steptronic als Doppelkupplungsgetriebe.

Viele Audi-Fans träumen von der Sportversion des Audi S5, der für Coupé und Cabriolet gleichermaßen ideal motorisiert ist. In den ersten Jahren gab es den S5 mit einem 4,2 Liter großen Saugmotor des Audi S4, der 260 kW / 354 PS und bollernden V8- Klang bot. Später blieb der prächtige Achtzylinder dem Topmodell des Audi RS5 vorbehalten und der S4 wurde von einem V6- Kompressor mit 245 kW / 333 PS angetrieben, der den Verbrauch nennenswert senkte und gerade in unteren und mittleren Drehzahlen agiler war. Derartige Kompressor-V6 beginnen mit rund 100.000 Kilometern bei rund 20.000 Euro. Top ausgestattete S5-Achtzylinder aus dem Jahre 2008 liegen mit unter 80.000 Kilometern zwischen 22.000 und 25.000 Euro. Begehrt sind gerade Fahrzeuge nach der Modellpflege 2011.

Noch schärfer, aber kaum schneller im normalen Fahrbetrieb als der Audi S5 ist der RS5 der ersten Generation, dessen 4,2 Liter großer Achtzylindersauger stattliche 331 kW / 450 PS leistet und den verwöhnten Kunden zumeist eine exklusive Komplettausstattung bietet, die nur wenige Wünschen offenlässt. Das Preisspektrum beginnt für Modelle ab 2010 bei knapp 30.000 Euro. Dafür fährt dann aus dem Heckdeckel dann auch ein kleiner Spoiler aus und das bulligste aller Audi-Coupés bläst die Backen auf.

pressinform

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