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BMW X3 Sportlicher Geländemarsch


Der X3 ist erwachsen geworden, gegenüber dem neuen Modell sehen die Vorgänger in manchen Details kantig und improvisiert aus. Der neue Vierzylinder-Diesel ist alles andere als ein karges Einstiegsmodell – er ist die perfekte und vernünftige Motorisierung für den BMW.
Von Gernot Kramper

Der 20d bietet inzwischen eine Leistung von 184 PS abn, aber es ist nicht allein das reine Plus von nur sieben PS. Absolut zufriedenstellender Durchzug kombiniert mit einem auch in der Praxis akzeptablen Verbrauch machen den 20d zum Motor der Wahl.

Im Prinzip kann man die Nadel über 200 km/h bringen, aber oberhalb von 190 km/h verlassen den X3 spürbar die Kräfte. Beim Verbrauch gibt es ohnehin den SUV-typischen Eilzuschlag. Wenn der Wagen nicht übermäßig geprügelt oder ausschließlich auf Kurzstrecken bewegt wird, liegt der Verbrauch auch ohne besondere Sparanstrengungen unter 7,4 Litern – mit voller Beladung.

Der X3 lässt sich – wie erwartet – präzise und sportlich bewegen. Zu empfehlen ist die dynamische Dämpferregelung gegen 1100 Euro Aufpreis. Ob man mit einem SUV unbedingt die ESP-Abstimmung so weit herausnehmen sollte, wie es der "Sport Plus"-Modus zulässt, muss jeder Fahrer selbst wissen. Im Alltag macht die "Comfort"-Stellung Sinn: Dann verliert das Fahrwerk jede Härte und wird dennoch nicht weich und schwammig. Spötter unterstellen, ein SUV würde nie den Asphalt verlassen. Das ist natürlich falsch, selbst in Deutschland muss auf dem Lande gelegentlich den schützenden Asphalt verlassen. Der X3 ist nach wie vor die richtige Wahl für Fahrer, die die Agilität eines BMWs schätzen, aber nicht auf die Fähigkeit verzichten können, raue Feldwege zu befahren. Dafür reicht die Bodenfreiheit allemaludn der Allradantrieb ist permanent an Bord, der X3 ist also kein Pseudo-SUV, der sich trotz imponierender Optik im ersten Schlammloch festfährt.

Der Größenzuwachs der zweiten Generation von etwa zehn Zentimetern kommt vor allem den Passagieren auf den Rücksitzen zugute. Für Kinder und Jugendliche geht es dort sehr komfortabel zu, aber natürlich ist der X3 immer noch kein Chauffeursfahrzeug. Er empfiehlt sich aber als Familienwagen für gehobene Ansprüche im Dienstwagenhauhalt. Cockpit und Armaturenbrett wirken nicht mehr so rustikal wie beim Vorgänger, sondern orientieren sich am Luxusappeal der höheren Klassen. Das wirkt wohltuend, denn zuvor passten preiswerte Materialien und gediegene Preise nicht zueinander

550 Liter Kofferraum lassen sich auf bis zu 1600 Liter erweitern, damit nähert sich der SUV den Maßen von MiniVans an. Nur auf die dort übliche Flut von Ablagemöglichkeiten muss man verzichten. Bei den Preisen gibt der X3 dann Gas, bleibt aber im Rahmen seiner Konkurrenten. Für den 20d muss man mindestens 39.400 Euro bezahlen. Mit den typischen Extras werden es schnell 50.000 Euro.


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