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Mazda 2 EV mit Wankel-Range-Extender: Nicht totzukriegen

Mazda kann es einfach nicht lassen. Nachdem die letzten Wankelmodelle schon lange aus dem Portfolio verschwunden sind, soll der Rotationskolbenmotor als Notstromaggregat zu neuen Ehren kommen.

In Sachen Elektroautos war von Mazda bisher nicht viel zu hören. Gerade erst kaufte man beim japanischen Rivalen Toyota das Elektromodul des Prius ein und machte den Mazda 3 so auf Kundenwunsch zum Hybridmodell. Während man den Mazda 3 Hybrid ab Ende des Jahres auf dem Heimatmarkt Japan mit betagter Nickel-Metall-Hydridtechnik und ohne Plug-In-Funktion bereits für umgerechnet 18.000 Euro kaufen kann, ist der Elektroantrieb noch graue Zukunftsmusik. Erprobt wird derweil ein elektrisierter Mazda 2. Mit einem Wankelmotor im Heck als Range Extender soll die Reichweite auf ein alltagstaugliches Maß gebracht werden. Mit dem neun Liter großen Kraftstofftank verdoppelt sich die die maximale Fahrstrecke so auf immerhin 400 Kilometer.

Der rote Mazda 2, der in Japan unter dem Namen Demio angeboten wird, ist als E-Antrieb ein Testballon. Im Vorderwagen arbeitet ein Elektromotor, der für das Fortkommen 75 Kilowatt maximale Leistung zur Verfügung stellt. Allemal genug, um in der City munter im Verkehr mitzuschwimmen oder an der Ampel kraftvoll zu beschleunigen. Ab einer Geschwindigkeit von zehn km/h schaltet sich je nach Ladezustand des Nickel-Metall-Hydrid-Akkus der Range Extender hinzu. Hierzu holt Mazda seine tot geglaubte Wankeltechnik wieder aus dem Technologiekeller hervor. "Der Wankelmotor ist enorm platzsparend und er läuft vibrationsarm wie kein anderer", erläutert Mazda-Entwickler Takashi Suzuki, "wir haben die Kunden umfangreich befragt. Unter dem Strich sind aktuell rund 70 Prozent von ihnen mit dem Reichweitenangebot nicht zufrieden. Entweder muss man schneller laden, eine bessere Akkutechnik oder man lädt unterwegs durch einen Verbrenner." Damit das Ladevolumen nicht mehr als nötig eingeschränkt wird, haben die japanischen Tüftler den Wankelmotor als Riemenantrieb wie an Plattenspieler flach auf die Seite gelegt. So wird selbst mit den dazugehörigen Akkumodul nur minimaler Bauraum benötigt. Die gesamte Wankel-Antriebseinheit wiegt rund 100 Kilogramm.

Das üppige Leergewicht von knapp 1,4 Tonnen merkt man dem ansonsten betont leichtfüßigen Mazda 2 EV deutlich an. Trotzdem geht es flott voran und wer will, kann den Elektrozwerg auf bis zu 130 km/h beschleunigen. Einen direkten Durchtrieb vom Wankelmotor mit seinen 22 kWh an die vordere Antriebsachse gibt es nicht. Der ruhig laufende Wankelmotor versorgt allein das 20-kWh-Batteriepaket mit der nötigen Leistung. Die Technik ist ähnlich wie der Testflotte von Audi A1 e-tron, die ebenfalls mit einem Wankel-Range-Extender gerade erprobt wird. Noch handelt es sich auch bei dem Mazda EV mit Range Extender um ein Fahrzeug der Mazda-Vorausentwicklung. Jedoch dürfte kaum ein Zweifel daran bestehen, dass Mazda aufgrund der scharfen CO2-Grenzen beizeiten ein reines Elektrofahrzeug anbieten muss. Was böte sich da mehr an, als der neue Mazda 2, der im kommenden Jahr seine Weltpremiere feiert? Und wer kann daran zweifeln, dass die traditionsbewussten Mazda-Techniker zu diesem Anlass gerne noch einmal die Wankeltechnik aufleben lassen?

Press-Inform / pressinform

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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