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Oldtimer: Mercedes 500 K Spezial-Roadster – der Traumwagen der 30er

In den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg war der Mercedes 500 K Spezial-Roadster das automobile Non-Plus-Ultra. Ein Supersportwagen für die Schönen und Reichen – das kann man heute noch heute spüren.

Mercedes 500 K Spezial-Roadster - das Design schlicht spektakulär

Mercedes 500 K Spezial-Roadster - das Design ist schlicht spektakulär

Der Mercedes 500 K Spezial-Roadster ist eine Schau. Sein Wert ist kaum zu beziffern: 12, 15 oder vielleicht 20 Millionen Euro – so viel kostet so ein Traumwagen aus dem Jahre 1935. Niemand weiß heute, viele Exemplare der Autolegende noch leben und in welchem Zustand sie sich befinden. Dieser Traum in Chrom und Lack gehört zu den wenigen Supersportwagen, welche die deutsche Autoindustrie vor dem Zweiten Weltkrieg und auch danach zu bieten hatte.

Der Mercedes 500 K Spezial-Roadster baut auf einer normalen Limousinenplattform auf. Konstruiert für den Selbstfahrer konnte der Führerstand 20 Zentimeter nach hinten versetzt werden, was ihm eine besonders elegante Form verschafft.

Roadster mit sagenhaften 160 PS

Bekannter ist der Nachfolger, der 540 K. Dieser Mercedes 500 K Spezial-Roadster wird von einem fünf Liter großen Achtzylinder angetrieben. Ein Roots-Kompressor bläst den Zylindern die Kraft von 160 PS ein. Premiere war 1934 in Berlin. Technisch baut der Mercedes 500 K dabei auf seinem Vorgänger vom Typ 380 auf. Das Fahrwerk verfügt kaum verändert über Pendelachse, Doppelquerlenker und hydraulische Bremsen.

Schon ab dem mittleren Drehzahlbereich ist der Roadster kraftvoll unterwegs. Doch ohne den Eingriff des Kompressors müssen 100 PS genügen, um immerhin 2350 Kilogramm in Bewegung zu setzen. Der spritfressende Kompressor wird nur zugeschaltet, wenn sich der Fuß auf dem Gaspedal nach unten senkt.

Von dem offenen Roadster wurden keine 30 Fahrzeuge gebaut, durch die Übernahme des Fahrwerks ist die Technik dennoch auf Großserienniveau. So gibt es eine direkte Lenkung, ein synchronisiertes Dreiganggetriebe mit zusätzlichem Autobahnschnellgang und kräftige Bremsen. Damals gehörte der Traumwagen zu den schnellsten Serienautos seiner Zeit. Mit etwas Anlauf konnte man die 160-km/h-Marke durchbrechen.

Zwei Personen plus Notsitze 

Im 2+2-Roadster sitzen Fahrer und Beifahrer sehr herrschaftlich, die Zusatzsitze unter einer Klappe im Heck sind eher für Gepäckstücke. 2,35 Tonnen und über fünf Meter Länge – das sind stattliche Maße für ein Zwei-Personen-Fahrzeug.

Der 500 K Spezial-Roadster ist eben nie ein besonders praktisches Fahrzeug gewesen - allein die Leuchten sind schon ein Traum. Das Bremslicht glänzt über einen hinterleuchteten Mercedes-Stern. Der Blick nach vorn ist unvergesslich: Hinter den verchromten Außenspiegel unterstützen grandios inszenierte Zusatzscheinwerfer die großen Hauptleuchten vor dem imposanten Kühlergrill.

Teurer als eine Villa

Zwischen Fahrer und Passagier liegt die Instrumenteneinheit mit fünf chromumrandeten Runduhren. "Der Rahmen ist aus einem künstlichen Perlmutt hergestellt worden", erklärt Mercedes-Klassik-Papst Michael Plag, "das war damals eine echte Neuheit - exklusiver als das echte Perlmutt." Neben Drehzahlmesser, Tankuhr, Tacho und Öldruck blickt der Chauffeur auf drei Kontrollleuchten und Blinkerhebel. Gestartet wird nach dem Einschub eines winzigen Schlüsselchens, Ziehen des Choke und einem kurzen Druck auf den Starter.

Der Preis des Roadster im Jahre 1935 lag bei 25.000 Reichsmark. Damals gab es dafür in München oder Berlin eine großzügige Luxusvilla.

Consorso d’Eleganza
Kra mit Pressinform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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