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Neue Innenraumkonzepte: Schöner Wohnen 3.0

Bei der Mobilität der Zukunft rückt zunehmend auch der Innenraum in den Brennpunkt des Interesses. Doch dabei geht es nicht um das Kreieren ansprechender Wohnlandschaften, sondern um neue Materialien, die auch Gewicht einsparen.

Um die ambitionierten C02-Ziele der EU zu erreichen, zählt bei den Automobilen jedes Gramm. Dass an der Karosserie Kilos weggeraspelt werden, ist mittlerweile jedem klar. Doch auch dieses Konzept stößt irgendwann an seine Grenzen. Also wird die Fahrzeug-Diät auch auf den Innenraum ausgeweitet. So hat zum Beispiel der fränkische Zulieferer Brose einen neuen, um 25 Prozent leichteren Vordersitz ersonnen, der im BMW i3 vewendet wird.

Dieses Projekt läuft in Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz und BMW. Die prinzipielle Vorgehensweise ist dabei nicht anders als bei der Gewichtsreduktion an anderen Autoteilen. Es geht um eine Kombination aus verschiedenen Leichtbau-Materialien - also hoch- und höchstfeste Stähle, Verbundstoffe und neue effiziente, leichtere Motoren, die zur Sitzverstellung verwendet werden. So sind bei dem neuen Gestühl die Elemente der elektrischen Sitzlehnenverstellung nicht mehr aus Metall sondern aus Kunststoff. Das Resultat ist ein Gewicht von nur mehr 300 Gramm - das ist die Hälfte, von dem, was die Bauteile bei einem herkömmlichen Gestühl wiegen. Das Beste daran: Die Kosten sind auch um ein Fünftel geringer.

Die Wandstärke des Seitenteils der Sitzstruktur ist dank des Einsatzes von eben jenden hochfesten Stählen nur noch 1,3 Millimeter dick und damit 0,9 Millimeter dünner als zuvor. Damit wiegt dieses Bauteil nur noch 15 Kilogramm. Das sind rund 30 Kilogramm weniger als zuvor. Die Technik des Sitzes ist so flexibel, dass verschiedene Varianten des Gestühls bei unterschiedlichen Fahrzeugmodellen eingesetzt werden können. Die Basisvariante ist ein Sitz mit teil-elektrischer Verstellung, dem nur der Abstand zu den Pedalen per Hand justiert werden muss. Auch für die Ingenieure lohnte sich das Grübeln. Die Tüftelei brachte 20 Patente.

Der französische Zulieferer Faurecia hat ebenfalls Neuigkeiten bei Verstellungstechnik von Autositzen in petto. Eine elektronische Pumpe, die für die Verstellung von Höhe und Sitzposition zuständig ist, wiegt rund 25 Prozent weniger als der traditionelle Hubantrieb. Auch die Sitzschienen des französischen Zulieferers sind um etwa ein Kilogramm leichter als bisher. Bei beiden Lösungen bleibt der Komfort nicht auf der Strecke, verstellbare Wangen sind ebenfalls im Angebot, wie eine Massagefunktion. Die optimale Sitzposition wird sogar per Sensor oder durch die Smartphone-Kamera ermittelt. Beim Audi A8 können findet dann die Feinjustierung per MMI-Menü und Drehknopf statt.

Den minimalistischen Ansatz der Gewichtsreduktion weiten die Franzosen auch auf den gesamten Innenraum aus und stellen dies in einer Interieur-Studie namens Performance 2.0 auch schon vor. Statt das Trägermaterial üblicherweise mit Stoff zu beziehen, wird aus beiden Komponenten ein Bauteil. Das bedeutet natürlich weniger Kosten, eine Gewichtsreduktion. "Zudem strahlen die vewendeten Naturfasern eine ganz neue Ästhetik aus", erklärt Mathias Uhlig, Leiter des Advanced Design Interieur bei den Franzosen. Die Stoffe im Inneren der Tür fühlen sich gut an. Ein Unterschied zu der herkömmlichen Bauweise ist nicht zu ertasten. Die Optik erhält durch eine Hintergrundbeleuchtung noch ein besonderes Aussehen und Ästhetik. Die Illumination wird durch LEDs und einen gekrümmten Schirm erreicht. Ein weiterer Fortschritt ist die flache Instrumententafel mit zwei beweglichen Bildschirmen. Auch hier spielen Natur-Materialien eine große Rolle: Neben Ligneos (einem Holz-Verbundstoff) kommt auch Kork zum bei der Auskleidung des Handschuhfachs zum Einsatz.

Press-Inform / pressinform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.