VG-Wort Pixel

Opel Adam Rocks Fetter Auftritt für den schicksten Opel


Opel erweitert seinen Adam um die Variante Rocks mit kräftiger SUV-Optik. Der richtige Wagen für Glamour in der Stadt - fürs Gelände taugt er nicht.

Mit dem Adam Rocks hat Opel die Zeichen der Zeit erkannt: SUV ist vor allem ein Look. Und den hat Opel in Corsagröße nun verwirklicht. Der urbane "Mini-Crossover" Rocks schmeichelt den Citybewohnern mit rustikalen Zutaten, hat aber auf alle echten Geländefähigkeiten verzichtet. Ein Allradantrieb ist auch gegen Aufpreis nicht zu bekommen.

Der Adam Rocks setzt optisch richtig eins drauf. Der 3,75 Meter lange Wagen, der übrigens in Deutschland produziert wird, sieht mit seinen Schürzen und den dunklen Kotflügelverbreiterungen einfach klasse aus. Mit den optionalen 18-Zoill-Reifen steht der Wagen noch wuchtiger auf der Straße. Ohne Aufpreis gibt es immerhin einen 17-Zoll-Radsatz, ein großes Stoff-Faltdach, das sich elektrisch öffnen und schließen lässt sowie ein paar Applikationen. Für dieses Riesenpaket an Zubehör werden etwa 1450 Euro Aufpreis gegenüber einem Adam in der Topversion Slam verlangt.

Gemischte Qualität bei den Motoren

Aufpassen muss der interessierte Kunde allerdings bei den Motoren, damit er sich nicht einen der veralteten Saugmotoren mit 70, 87 und 100 PS andrehen lässt. Hier heißt es einfach Finger weg. Denn deutlich besser schlagen sich die neuen ein Liter großen Dreizylinder mit 90 PS und 115 PS. Den 90 PS Motor sollte man auch links liegen lassen. Der 115-PS-Motor kostet nur 300 Euro Aufpreis und bei ihm gibt es auch Scheibenbremsen auf der Hinterachse. Also wenn schon Rocks, dann den 115 PS starken Opel Adam Rocks 1.0 zum Basispreis von 18.790 Euro.

Mit dem ein Liter große Dreizylinder-Turbo hat Opel endlich wieder ein Aggregat im Angebot, das sich mit den Motoren der Konkurrenz messen kann. Das Euro6-Triebwerk stellt sein maximales Drehmoment von 170 Nm zwischen 1.800 und 3.700 U/min zur Verfügung. Von 0 auf Tempo 100 schafft der Adam Rocks in 9,9 Sekunden und mit 196 km/h Spitzengeschwindigkeit steht der nächsten längeren Autobahntour nichts mehr im Wege. Beim Normverbrauch fällt der ein Liter große Direkteinspritzer mit 5,1 Litern jedoch hinter der schwächeren 90-PS-Variante (4,5 Liter) und der Konkurrenz von VW Polo oder Mini Cooper zurück.

Abgesehen vom Faltdach sieht es im Rocks so aus wie im Standard-Adam. Eine einstufige Sitzheizung, lieblose Lenkstockhebel oder die rote Multifunktionsanzeige zwischen den Runduhren haben in einem schicken Kleinwagen des Jahres 2014 zwar nichts mehr zu suchen; dafür passt der Rest. Das Lenkrad liegt ebenso gut in der Hand wie der mit Leder bezogene Schaltknauf. Serienmäßig sind Klimaanlage, Bluetooth-Schnittstelle, Soundsystem, elektrische Spiegel und Tempomat. Auf Wunsch können die Interessenten den Rocks mit Details wie Klimaautomatik, 18-Zöllern, Lenkrad- und Sitzheizung sowie LED-Leuchten ausstatten. Ebenfalls in der Liste stehen eine Einparkhilfe und ein Basisangebot von Assistenzsystemen. Die Zahl der Individualisierungsmöglichkeiten im Innenraum ist mit Sitzen, Dekorblenden und Applikationen schier unbegrenzt.

Gut und günstig ist das gerade einmal 300 Euro teure Radio IntelliLink mit seinem sieben Zoll großen Bildschirm, über das sich Navigation, Bilder und Filme anschauen oder spezielle Apps bedienen lassen. Da sind sogar noch 200 Euro für digitalen Radioempfang und 400 Euro für das Infinity-Boxensystem drin.

Gernot Kramper mit Agenturen

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker